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Unternehmerfrühstück bei der IHK zu Leipzig – Handlungsoptionen in der Unternehmenskrise

Irgendwo in Leipzig vor vielen Jahren - Unternehmenskrisen zeitig begegnen

Heute beim Unternehmerfrühstück der IHK zu Leipzig – Handlungsoptionen in möglichen Unternehmenskrisen? Welcher Unternehmer kann schon von sich behaupten, dass sein Unternehmen krisenfest ist? Nicht nur ein Unternehmensberater kann ein Lied davon singen, dass die sprichwörtlich sich übergebenden Pferde nicht nur vor Apotheken zu finden sind! So oft steckt der Teufel im Detail. In kleiner Runde, was nicht der Bedeutung des Themas „Krise in Unternehmen“ angemessen ist, tauchten die Teilnehmer zu den (Un-)Tiefen zahlreicher Stolpersteine der Unternehmensführung in kritischen Zeiten. Wer denkt, dass es dabei nur um Zahlen oder betriebswirtschaftliche Maximen ging, der irrt an dieser Stelle.

Einen Vorteil hat eine solch kleine Runde allerdings – der Austausch unter den Teilnehmern ist umso intensiver. So entwickelte sich nach dem Vortag des profunden und erfahrenen Steuerberaters und Wirtschaftsprüfers Niels Bahr und seines Kollegen eine rege Diskussion, auch und gerade über weitere „Stellschrauben“, um Krisen schlicht vermeiden zu können. Eine Kunst die zweifelsohne zur Kür der Unternehmensführung zählt.

Wenn der Alltag meine Energie und Aufmerksamkeit raubt …

Der Alltag in den meisten Unternehmen ist optimiert, aber woran orientiert sich diese Optimierung? Einfach gesagt an der Erfahrung. Sie schreibt Erfolgsmuster aus der Vergangenheit unreflektiert in die Zukunft weiter – das kann durchaus gut gehen und ist sogar sehr effizient. In sich verändernden „Umwelten“, und nichts anderes sind die so oft beschworenen Märkte aber auch die eigene Unternehmenskultur, sind – oder besser wird – ein Teil unserer Erfahrungen auf Dauer nicht mehr hilfreich, ja sie sind sogar hinderlich. Eine Aussage vom vortragenden Steuerberater möchte ich an dieser Stelle mit eigenen Worten besonderen Raum geben. Sinngemäß konnte der Teilnehmer beim heutigen Unternehmerfrühstück hören, …

… dass es darauf ankommt, sein Geschäftsmodell, seinen guten Kern oder einfach die erfolgreichen Teile seines Unternehmens kontinuierlich weiter zu entwickeln.

Auf meine Frage, welche Ursachen denn dieser regelmäßigen Weiterentwicklung im Unternehmensalltag entgegenstehen, lautete die Antwort spontan: DER ERFOLG! Klingt paradox, ist es aber nicht, wenn man sich das tradierte Wort vom Esel vor Augen führt, der sprichwörtlich aufs Eis geht, weil es ihm zu gut geht. Diese (psychologischen) Mechanismen sind also lange bekannt, nur wiegen wir uns im Statistik- und Kennzahlenalltag vermeintlich moderner Unternehmensführung leider zu oft in falscher Sicherheit. Dass drohende Zahlungsunfähigkeit nur die berühmte Spitze vom Kriseneisberg ist, leuchtet damit sicher den meisten Unternehmern ein. Die Weisheit: Liquidität, vor Rentabilität vor Umsatz ist auch in digitalen Zeiten eiserner kaufmännischer Grundsatz!

Ein kleines strategisches „Antikrisenpaket“ hatten die Referenten auch im Gepäck. So lassen sich, auch vom gestressten Unternehmern, solche Instrumente wie:

  • die SWOT-Analyse (Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken) oder
  • die Branchenstrukturanalyse, hier die von Porter, mit den fünf Elementen
    • Verhandlungsstärke der Kunden,
    • Bedrohung durch neue Anbieter,
    • direkt wirkende Rivalität unter Mitbewerbern,
    • Druck durch vergleichbare (austauschbare) Produkte und die
    • Verhandlungsstärke von Lieferanten
  • oder die „Controlling-Allzweckwaffe“ Balanced Scorecard (ist zu Unrecht in Verruf geraten, da leider in vielen Fällen monsterhaft aufgebläht versucht wurde, mit Riesenkanonen auf kleine „Kennzahlenvögel“ zu zielen)

durchaus regelmäßig ins Visier nehmen oder besser noch als ein Teil des Controllings und der Strategiearbeit im Unternehmen als dauerhafte Prozesse einführen.

Dem Menschen (Personal oder Bewerber) auf AUGENHÖHE begegnen …

Das Netzwerken kommt bei solchen Veranstaltungen natürlich auch nicht zu kurz. Es war sehr erfrischend wahrzunehmen, dass sich einige junge Leute und auch Gründerinnen zu dem Vormittag an der IHK eingefunden hatten, die die Runde mit spannenden Sichtweisen bereicherten. Gerade auch das Thema, sich auf Augenhöhe zu begegnen und an welchem Verhalten wir eine solche Augenhöhe-Kommunikation erkennen können, war in meinen Gesprächen interessant zu erleben.

Toller Vortrag, tolle Runde – tolle Veranstaltung!

An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Das letzte Unternehmerfrühstück 2017 fand leider nicht statt und wird am Montag, 19. März 2018, in der IHK zu Leipzig nachgeholt.

Treffpunkt für Unternehmen außer der Reihe

Treffpunkt für Unternehmen außer der Reihe

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… und sollte das noch nicht genug sein, so freuen wir uns natürlich über Ihren Anruf oder Ihre E-Mail.

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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