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Gestern bei der Bundesbank – Krypto-Token sind keine Währung

Kyptotoken sind keine Währung

Gestern bei der Bundesbank – Krypto-Token sind keine Währung. Es war zu erwarten, dass es voll wird. Beim Forum der Bundesbank in Leipzig ging es gestern um kein heißeres Thema als (Be-)Zahlen im digitalen Zeitalter. Wer glaubt, dass wir in Deutschland hier auf einem digitalen Weg sind, der irrt gewaltig, jedenfalls derzeit noch. Die Mehrheit aller Transaktionen, immerhin 80 Prozent, werden in Deutschland noch immer via Bargeld abgewickelt. Ungeachtet dessen sind schnelle und damit digitale Zahlungsvarianten im Aufwind. Im Vortrag von Frau Dr. Winter wurde aber auch eines überdeutlich, Krypto-Token wie Bitcoin oder Ethereum sind eben keine Währungen!

Das dürfte viele verwundern, spricht die virtuelle Geldgemeinde doch strickt von virtueller Währung. Krypto-Token, wie Bitcoin zum Beispiel, werden von Experten als verschlüsselte Wertmarken gesehen, nicht als Geld in diesem Sinne. Interessant auch die Ursachenzuschreibung, warum es Bitcoin & Co. überhaupt gibt:

Bitcoin wurde von anarchistisch veranlagten Computernerds geschaffen.Dr. Heike Winter im Vortrag „Digitalisierung im Zahlungsverkehr“ bei der Deutschen Bundesbank in Leipzig

… und zwar als eine Reaktion auf die Bankenkrise von 2008! FinTechs (Abkürzung aus finencial services und technology) spielen als Treiber der Digitalisierung im Finanzbereich eine wichtige Rolle. Was in diesem Markt gerade in Bewegung ist zeigt eine Folie von Frau Dr. Winter, auf der viele Logos von FinTechs zu sehen sind. Auf dieser musste sie schon zahlreiche Logos streichen, da diese „FinTech-Startups“ aktuell von der Bildfläche schon wieder verschwunden sind.

Im Bereich der digitalen Zahlungsmöglichkeiten ist derzeit Instant Payment ein großes Thema, die sekundenschnelle Überweisung, quasi die Antwort der Banken auf andere Sofortbezahldienste am Markt. So sollen zum Beispiel die Sparkassen diese Möglichkeit wohl ab Mitte 2018 flächendeckend in Deutschland anbieten. Dagegen ist das Bezahlen via Smartphone derzeit in Deutschland praktisch völlig bedeutungslos. Ein bewegendes Thema war auch die so genannte „Kontaktlose Zahlung“, das heißt man braucht bei der Transaktion bis zu einem bestimmten Betrag keine Pin mehr eingeben. Im Auditorium gab es Bedenken bezüglich der Sicherheit, man kann aber wohl die Kontaktloszahlungsfunktion auch deaktivieren.

Die psychologische Komponente des Bezahlvorganges war auch Thema im Vortrag. So ist zu beobachten, dass der eigentliche Vorgang des Bezahlens beim Kaufen vom den Kunden kaum „wahrgenommen“ wird und zum Beispiel Händler wollen, dieses lästige Übel, am liebsten ganz abschaffen. Geldtransaktionen sollen natürlich nach wie vor entsprechend stattfinden, umsonst soll es nicht sein, nur soll dieser Vorgang quasi verschwinden. Wir dürfen gespannt sein darauf, was das mit den Menschen macht, da hier neue Kompetenzen in der Handhabung von Liquidität gebraucht werden.

Gut zusammengefasst kam aus der Zuhörerschaft auch der Hinweis, dass die Sache mit den Bitcoins wohl ähnlich der Tulpenhysterie im 16. Jahrhundert ist …

Erfahren Sie mehr:

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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