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Zeitmanagement – nein, handhabe das, was du willst, aber nicht die Zeit!

Zeitmanagement – bitte nicht, sondern handhabe das, was du willst, nicht aber die Zeit! Manche Sachen sind schwer aus der Welt zu bekommen. Zeitmanagement gehört eindeutig dazu. Dabei geht es nicht nur um das Wort, es geht um die Haltung und den Geist, wenn jemand davon spricht, Zeit managen oder organisieren zu wollen. In unzähligen Zeitmanagementratgebern, aber auch in der Hochschulliteratur hat sich diese Denke vom Zeitorganisieren schon lange eingenistet. Wer aber das zehnte Zeitmanagementseminar besucht hat, wird kaum wirkliche Verbesserungen im Umgang mit seiner Lebenszeit erleben. Warum ein Umdenken notwendig ist und wie das im Leistungsalltag nützlich sein kann.

Kern allen Erkennens, wenn es um das so genannten Zeitmanagement geht, sind iterative Antworten auf die Frage, was wirklich wichtig ist! Es hängt vom Menschen, der Gesellschaft, der Situation und weiten Gegebenheiten ab, wie häufig diese Frage im Leben auftaucht. Ein Kind stellt sich diese Frage womöglich mehrfach am Tag, ein Erwachsener in Mitteleuropa vermutlich nicht einmal am Tag. Diese vermeintliche Sicherheit, zu glauben, man wisse, was denn nun die wichtigen Dinge, Aufgaben oder Tätigkeiten des Tages oder der Woche sind, macht überhaupt die leidige Lust auf Zeitmanagementratgeber!

Werte, Überzeugungen, Glaubenssätze – oder was wirklich wichtig ist

Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, ist quasi die Zeitmanagemententscheidung überhaupt. Leider finden sich in den meisten Zeitmanagementratgebern kaum Betrachtungen auf diese Grundlage des Erfolges mit seinen Prioritäten. Es gibt drei Dimensionen von Wichtigkeit.

Eine Aufgabe, ein Fakt eine Sache kann drei Bewertungen bezogen auf die Wichtigkeit erhalten:

  • wichtig,
  • nicht wichtig oder
  • noch nicht bewertet oder beurteilt.

Aufschieberitis ist die direkte Folge der Vernachlässigung die Wichtigkeit einer Sache zu entscheiden. Im Alltag in bekannten Leistungsprozessen sind die wichtigen Aufgaben meistens klar und gut organisiert. Kritisch wird es, wenn neue Aufgaben hinzukommen, deren Wirksamkeit zur Zielerreichung (Effektivität) nicht klar ist.
Wenn Neues in meine Wahrnehmung kommt, dann kann ich oft gar nicht sofort entscheiden, ist es wichtig oder nicht. Mir muss klar sein, dass ich es erst noch bewerten muss. In der Regel fehlen dazu Informationen und ich benötige wiederum Zeit, um diese zu beschaffen. Außerdem wirken viele Alltagsfilter der Wahrnehmung, die das Neue gleich in den Papierkorb wandern lassen (können).

Hilfsmittel zum „Organisieren der Zeit“

Es braucht also Instrumente, „Tools“ oder Hilfsmittel, um die Zeit?, NEIN – die Dinge, die ich in meiner Lebenszeit erledigen will!, zu man managen? Ja, die braucht es – diese sind aber in erster Linie keine Checklisten oder grundsätzlichen Prinzipien, wie zum Beispiel das WM-Prinzip oder das Pareto-Prinzip sondern es braucht wache Aufmerksamkeit (Wahrnehmung), Konzentration und Entscheidung. Nur so lassen sich die richtigen Prioritäten setzen!

In einer Zeit, in der viele Menschen eher einer App als sich selbst vertrauen, um zum Beispiel zu wissen, wie es einem gerade geht, ist die Frage der Wahrnehmung von wichtigen „Dingen“ oder Zuständen möglicherweise eine Herausforderung. Dass diese verkümmerte Selbstwahrnehmung kein modernes Phänomen ist, zeigt eine Geschichte von Seneca, in der er beschreibt, wie ein Mann die Menschen in seiner Umgebung befragt, ob er schon sitzt, obwohl er Herr seiner Sinne sein müsste.

Er wurde auf Händen aus dem Bad gehoben und in einen Sessel gesetzt, und da fragte er: „Sitze ich schon?“ … Dieser nur noch Halblebendige aber, der, um den Zustand seines Körpers wahrzunehmen einen Informanten braucht, wie kann er jemals Herr sein über einen Augenblick seiner Zeit?Seneca, Das Leben ist kurz!

Und zu Recht weist der antike Autor darauf hin, dass ein Mensch, der so gar nicht Herr seiner Wahrnehmung ist, niemals Herr eines oder seines Augenblicks sein könnte. Das Buch von Seneca „Das Leben ist kurz!“ kann ich an dieser Stelle nur empfehlen.

Sollten Sie jemals die Lust verspüren einen Ratgeber zum Zeitmanagement zu kaufen, dann können Sie auch einfach mal anrufen und in ein Gespräch mit Experten investieren.

Lesen und erfahren Sie mehr zum sogenannten Zeitmanagement:

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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