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Über die Kunstfertigkeit in einer komplexen Wertegesellschaft erfolgreich zu leben

Die Kunstfertigkeit in einer komplexen Wertegesellschaft erfolgreich zu leben scheint eine wesentliche Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg zu sein. Jedenfalls gibt es Unternehmen oder auch Organisationen, denen das jeweils mehr oder weniger gut gelingt! Sich mit Werten und der Kunst, diese Werte in Einklang zu bringen, zu beschäftigen, ist auf jeden Fall ein lohnendes Ziel. Dabei geht es keineswegs nur um Strategie – vielmehr um eine Lebenseinstellung. Wirtschaften ist nicht selten eine Kunst in der heutigen Zeit. Vielleicht war es das auch schon immer! Werte, Perspektiven, Ansichten und unternehmerischen Erfolg zu vereinen, das ist ein überaus lohnendes Spannungsfeld.

Die Akademie Heiligenfeld lädt vom 10. bis 13. Juni zum großen Wirtschaftskongress nach Bad Kissingen ein. In diesem Jahr steht der Kongress der Unternehmensgruppe Heiligen-feld unter dem Thema Die Kunst des Wirtschaftens. Dabei stellt sich die Frage, wie die gegensätzlich scheinenden Bereiche der freien, individuellen Kunst und der meist an Vernunft und Gewinn ausgerichteten Wirtschaft vereint werden können. Dr. Joachim Galuska, Geschäftsführer der Akademie Heiligenfeld und Ärztlicher Direktor der Heiligenfeld Kliniken, erklärt seine Idee und gibt einen kleinen Ausblick auf seinen Vortrag zur Eröffnung des Kongresses.

Der Kongress steht unter dem Titel „die Kunst des Wirtschaftens“? Wieso haben Sie dieses Thema gewählt?

Dr. Joachim Galuska: Die derzeitige Wirtschafs- und Finanzkrise beruht nicht nur auf äußeren Einflussfaktoren, sie ist auf einer inneren Krise, auf einer Bewusstseinskrise aller gesellschaftlichen Bereiche begründet. Unter den sich verändernden Rahmenbedingungen des globalen Agierens wandelt sich auch die Wirtschaft. Die einseitige Ausrichtung von wirtschaftlichen Handlungen auf Kennzahlen, wie Umsatz und Rendite, verstärkt die Krisensituation. Deshalb ist vielmehr ein intelligentes, an Werten orientiertes Handeln ge-fragt. Eine sich verändernde Wirtschaftsordnung verknüpft immer mehr Aspekte, die sich in einem komplexer werdenden Wertegefüge manifestieren. Folglich ist ein Umdenken im wirtschaftlichen Handeln gefragt.

Wie sieht dieser neue Handlungsansatz aus?

Dr. Joachim Galuska: Ein Umdenken in der Wirtschaft geht im Moment vor allem von mittelständigen Unternehmen aus. Sie agieren branchenübergreifend und entwickeln ein werteorientiertes Unternehmertum, um sich von anderen Unternehmen zu differenzieren. Der globale Markt fordert neue Ideen und Handlungsansätze für ein effektives Wirtschaften. Unternehmen sollten sich durch die Werte auszeichnen, denen sie unabhängig vom finanziellen Aspekt folgen. Dabei können ökologische oder soziale Werte, wie auch die Verankerung in der Region hervorgehoben werden.

Wie wird sich der Wettbewerb zukünftig gestalten?

Dr. Joachim Galuska: Der Wettbewerb wird zunehmend unabhängig von Preis und Qualität geführt werden. Für den Kunden stehen Fakten wie die Glaubwürdigkeit des Unternehmens, ökologische Verfahren, die Mitarbeiterführung und das soziale Engagement im Vordergrund.
Die Art und Weise, wie ein Produkt oder eine Dienstleistung hergestellt und präsentiert wird, nimmt an Bedeutung zu. Dieser werteorientierte Ansatz des Unternehmertums muss transparent dargestellt werden. Dadurch wird die Einzigartigkeit des jeweiligen Unternehmens herausgestellt und eine deutliche Differenzierung zu anderen aufgezeigt.

Wie lassen sich Kunst und Wirtschaft vereinen?

Dr. Joachim Galuska: In der Situation komplexer Aktionen werden zukünftig unterschiedliche Perspektiven, z. B. die Unternehmenskultur, die Märkte und die ökologische Verantwortung auf kreative Weise verbunden. Dabei greift die Kunst des Wirtschaftens – damit meine ich die Kunstfertigkeit, ein Unternehmen in einer sich verändernden Welt und unter zunehmend komplexen Bedingungen zu führen. Eine Unternehmensführung lässt sich nicht immer strikt durchplanen, es braucht auf jeden Fall kreative und schöpferische Ansätze, die an künstlerische Tätigkeiten angelehnt sind. Die Kreativität in einem Unternehmen zu wecken, ist eine Art Meisterschaft, unterschiedliche Perspektiven von Organisation, Unternehmenskultur, Mitarbeiterführung, soziale und ökologische Verantwortung auf kreative Weise zu verbinden.

Sie kommen aus dem medizinischen Bereich? Wie sehen Sie die Brisanz einer werteorientierten Unternehmensführung im Gesundheitswesen?

Dr. Joachim Galuska: Im sozialen Bereich besteht eine ähnliche Notwendigkeit zu einer werteorientierten Führung. Das Gesundheitssystem befindet sich im Wachstum. Es drängen sich vermehrt Investoren in das System, für die das Erzielen einer Rendite eine größere Rolle spielt, als die Umsetzung einer komplexen Wertestruktur. Da gerade im Ge-sundheitswesen ein mitmenschlicher Umgang gefordert wird, sollte gerade hier ein bewusstes Handeln angestrebt werden. Ich in meiner Profession als Arzt, sehe dies als Heilkunst: den Patienten als Ganzes zu erfassen und eine ihm helfende Perspektive zu finden.

Was macht eine Führungskraft aus, der die Kunstfertigkeit im Wirtschaften gelingt?

Dr. Joachim Galuska: Werte sind Bestandteil der Unternehmenskultur und nehmen einen zentralen Stellenwert in einer erfolgreichen Unternehmensführung ein. Persönlichkeiten, die dies auf eine glaubwürdige und integere Weise verwirklichen, sind eher virtuose Künstler als handwerkliche Manager und nutzen ihre Intuition und Authentizität in ihrer wirtschaftlichen Aktivität.

Kurzvita von Dr. med. Joachim Galuska

Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Master of Business Administration, Ärztliches Qualitätsmanagement, Ärztlicher Direktor, Geschäftsführer und Gesellschafter der Heiligenfeld GmbH.

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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