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Deine Ideen – Wir sind die Potenziale – Gründe endlich!

Was fehlt uns eigentlich – Deutschland geht es doch glänzend. Glaubt man den Statistiken, den Politikern oder den Wirtschaftszahlen, dann stehen wir so gut da, wie lange nicht. Wir reden über ausgeglichene Haushalte, Schuldenbremsen und demografischen Wandel. Wir haben mehr Neider in Europa als wir selbst möglicherweise beneiden und doch … irgendwas ist nicht so wie es sein sollte. Man könnte viele Dinge finden, die genaue Betrachtungen nötig hätten, das Streckennetz der Bahn, Straßenbrücken oder die zweite Seite der goldenen Haushalts-Medaille. Die Infrastruktur im Lande leidet unter Investitionsstau, die Unternehmensgründungen nehmen deutlich ab und die Belastungen, die der Einzelne im Arbeits- und Freizeitleben empfindet, steigen bedenklich – ja sind vielen schlicht zu viel. Ich wäre ja für eine Befindlichkeiten- und Bedenkenbremse, die würde auch manche Unternehmensgründung möglich machen, zu der es heute noch sehr viel Mut braucht. In seinem Buch „Wir sind das Kapital“ zweifelt Günter Faltin nicht mehr und nicht weniger die Ökonomie heutiger Tage an.

Sie sagen vielleicht, das tun viele, ich sage ein Professor für Entrepreneurship an der Freien Universität (ver-)zweifelt an unserer Ökonomie – das ist zumindest ein Grund sich die Sache und seine Perspektive näher anzuschauen. Nun vielleicht muss er ja auch zweifeln, schließlich geht es um Unternehmensgründung und nicht um die Optimierung bestehender Strukturen. Schon in seinem Buch Kopf schlägt Kapital vertrat Faltin die Meinung, es sei etwas falsch an der Art und Weise wie wir in Deutschland Unternehmen gründen. Sein aktuelles Buch mit dem Untertitel „ERKENNE DEN ENTREPRENEUR IN DIR – Aufbruch in eine intelligentere Ökonomie“ könnte man auch als Manifest für DEINE Unternehmensgründung lesen.

Hunger nach immer noch mehr hat doch nur der, der tief im Inneren völlig leer ist. Sven Lehmann

Marketing macht die Preise hoch

Reichlich plakativ findet der Autor im ersten Kapitel einen der Hauptgründe für hohe Preise vorwiegend in einem nimmersatten, gefräßigen und aufgeblähten Marketing-Monster, das wir alle täglich füttern. Auch Tricks von Verkäufern und PR-Strategen führen regelmäßig dazu, dass man Dinge kauft, die man nicht will oder nicht braucht. Permanentes Wachstum ist ein Problem und die Freundesökonomie wäre zumindest eine Lösung, das Marketing-Monster zur Diät zu zwingen. Stimmt alles, ist nur zu kurz gesprungen! Nicht das Marketing macht die Preise hoch, sondern die Gier der Menschen! Die Gier als Anteilseigner Rendite zu machen, die Gier der Käufer, super günstig eingekauft zu haben oder die Gier von Politikern, die sich freuen, Wirtschaftswachstumszahlen lauthals als ihren Erfolg verkünden zu können.

Die Menschen kaufen natürlich auch aus manipulativen Gründen mehr, aber sie kaufen auch mehr, weil es schlichtweg an Selbstreflexion mangelt, der Selbstwert mehr denn je über Konsumieren genährt wird und sich schon hier zu wenige trauen, öfters mal NEIN zu sagen. Die Debatte um Grenzkosten, Grenznutzen und Augenwischereien beim ach so tollen CSR ist völlig richtig, aber nur die zweite Seite der Wachstumsmanie.

Perspektive Kapitalist oder Schnäppchenjäger

Wie weit ist es denn her mit einer Gründungskultur im Land, in der ein Unternehmer als böser Kapitalist gesehen wird, während der Käufer von extrem günstigen Waren sich überaus positiv als Schnäppchenjäger produzieren kann?

Wir fordern zwar Individualität, aber fördern diese nicht!

Solange die Potenzialentwicklung nicht gelehrt und in der Schule schon gefördert wird, werden immer mehr Menschen eher den Karriereweg gehen und einen Teufel tun, ein Unternehmen zu gründen. Es fehlt schlichtweg an einem Kulturwandel der gesellschaftlichen Sicht auf Menschen, die Risiken übernehmen und natürlich auch Erfolg haben und das ganz persönliche Einkaufsverhalten!

  • Im zweiten Kapitel geht es um den eigentlichen Kern von sinnvollen Veränderungen: die Innovation
    • Wichtigster Punkt Ideen sind noch keine Innovationen und grundsätzlich fallen die nicht vom Himmel! Man muss wissen, dass die Mehrheit aller neuen Produkte trotz aller Marktforschung und Kundenanalyse den Praxistest nicht überstehen. Zu Recht! Da hatte man dann nur Innovation etikettiert, aber drin war alter Wein. Das trifft zumindest für die Mehrheit von Produktneueinführungen zu. Wie sozusagen Innovation auf breiter Front „von unten“ gelingen könnte, darauf geht Faltin in seinem zweiten Kapitel ein.
  • Kapitel drei befasst sich mit dem Handwerkszeug zum Konzepte entwickeln
    • Das Kapitel baut auf den Aussagen von Kopf schlägt Kapital auf und erweitert, auch hier ist eine der Kernaussagen, das Konzept muss zum Gründer passen. Wenn Sie nur ein Unternehmen haben wollen, um viel Geld zu verdienen, werden Sie langfristig scheitern.
  • In Kapitel vier entwirft Günter Faltin eine Vision vom Hinaustragen des guten Gründungsansatzes in die Welt
    • Sehr gut, da es viele Menschen braucht, um wirklich das gute Neue in die Welt zu bringen! Bessere Produkte mit bester Qualität zu besten Preisen!

Warum Sie dieses Buch unbedingt lesen sollten (müssen)!

Machen wir Entrepreneurship zum Volkssport. Günter Faltin, Wir sind das Kapital, Murmann, Hamburg, 2015, Seite 45

Wer entweder so verrückt ist, heute ein Unternehmen zu gründen, oder meint, eine so gute Idee zu haben, dass es gar nicht anders geht, oder beides in seinen Gedanken vorfindet, der MUSS dieses Buch lesen! Ich gehe hier sogar so weit, er möge bitte auch Kopf schlägt Kapital lesen.
Wir müssen raus aus einer vermeintlichen Komfortzone, weg vom Karrieredenken hin zum Denken in Potenzialen und deren Entfaltung. Diese Buch von Günter Faltin ruft im Bereich der Unternehmensgründung zu dieser Potenzialrevolution auf. Und diesen Impuls braucht nicht nur Deutschland!

Ein Wermutstropfen gibt es da doch noch

Wer ein Unternehmen gründet, der kann sich natürlich auch hier und da Hilfe holen. Eine gute Reflexion einer Gründungsidee bekommt man auch bei seinem Unternehmensberater um die Ecke. Ich frage mich allerdings manchmal, lässt die große Begeisterung für das Gründen von Unternehmen oder Neudeutsch Start-UPs auch Raum für andere Potenzialentfaltungen. Brauchen wir sozusagen auch den Künstler als Entrepreneur oder den Mediziner? Oder ist das Diktat der Effizienz schon allmächtig, ja gar zum Effizienz-Monster geworden?

Deine Ideen – Wir sind die Potenziale – Gründe endlich!

Die Überschrift ist aber aus unserer Sicht wortwörtlich gemeint. Es braucht mehr Menschen, die Verantwortung nicht nur in der Nachfolge von Unternehmen übernehmen sondern sich den Herausforderungen der Zeit stellen und neue Lösungen für die aktuellen Probleme denken und den Mut haben diese auch gegen manche Widerstände in die Welt zu bringen! Und zu diesem Ziel trägt das Buch bei, wie kaum ein anderes. Also – wann fangen Sie an, als Entrepreneur zu denken und zu leben?!

Hauptüberschriften aus dem Inhaltsverzeichnis

  • Vorwort
  • Vom Uomo Universale zum Markenmenschen
  • Innovation von unten
  • Die Methode des entrepreneurial Design. Wie Sie ein überzeugendes Unternehmenskonzept entwickeln.
  • Entrepreneure als Change Agents
  • Anmerkungen
  • Literaturverzeichnis
  • Dank

Bibliografische Angaben

Autor: Günter Faltin
Titel: Wir sind das Kapital
Untertitel: Erkenne den Entrepreneur in dir – Aufbruch in eine intelligentere Ökonomie
Seiten: 288
ISBN: 978-3-86774-419-5
Preis: € 22,00 (D)
Verlag: Murmann, 2. Auflage (10. Februar 2015)

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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