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Regionenmarketing – Altenburg, vom Residenzschloss und dem Glanz vergangener Tage

Regionenmarketing – Altenburg, vom Residenzschloss und dem Glanz vergangener Tage. Wie weit muss man unterwegs sein, um begeistert interessante Ausstellungen und Einblicke zu genießen? Nicht erst seit gestern weiß der Weltbürger, das Gutes auch sehr nahe zu finden ist. Im Fall von Altenburg ist das quasi hier bei uns um die Ecke.

Man sieht dem Schloss zu Altenburg an, dass es schon bessere Zeiten erlebt hat. Der leicht morbide Charme lädt aber einmal mehr dazu ein, das sehr großzügige Areal des Residenzschlosses zu erkunden. Vom Hausmannsturm hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt.

Altenburg – Schlosstor

Außergewöhnlich ist die stufenlose Wendeltreppe, mit der man fast wie im Spaziergang den Turm bezwingen kann, nur ganz oben sind ein paar Stufen zu erklimmen. Wer sich nicht nur für die Architektur von Schlossbauten interessiert, der kommt in den alten Gemäuern noch mehr auf seine Kosten.

Dauer- und Sonderausstellungen im Residenzschloss

Residenzschloss Altenburg – Hausmannsturm

Natürlich spielen die Spielkarten und insbesondere das Skatblatt im Schloss eine zentrale Rolle. Diese Ausstellung ist nicht nur für „Freunde des Reizens“ interessant. Aktuell kann man noch eine von vier Ausstellungen zu Alexander von Humboldt, genauer gesagt zu den „Herzögen auf Spitzbergen, Prinzen am Amazonas, also adlige Entdecker in der Nachfolge des großen Forschers erkunden. Dem Wissensdurstigen werden in Altenburg noch zwei weitere Teile der Ausstellung geboten. Im Naturkundemuseum Mauritianum geht es ums Sammeln und Forschen im Geiste Humboldts und im Lindenau-Museum stellt sich Altenburg der Welt. Derzeit laufen alle Ausstellungen noch und bieten den Besucher*innen interessante Einblicke in eine Zeit, die eigentlich noch gar nicht so lange vorbei ist, von der wir aber trotzdem vieles nur noch erahnen, statt es zu wissen.

Ausstellung STADT. MENSCH. GESCHICHTEN. – Arno Kersten, ein Fotograf aus Altenburg

Sonderausstellung zu Arno Kersten, Stadt. Mensch. Geschichten.

Jedem, der sich ein wenig für Fotografie und auch für die Geschichte der Fotografie interessiert, sei die Finissage zur Ausstellung über den Altenburger Fotografen Arno Kersten am 27. Oktober ans Herz gelegt! Neben dem Nachbau eines Glasateliers aus einer Zeit, in der die Fotografen noch mit Balken- oder Kastenkameras und Kopfstützen gearbeitet haben, erhält man einen seltenen Einblick in die Geschichte der Fotografie und eines Fotografen in Altenburg vor knapp 100 Jahren. Arno Kersten lebte von 1867 bis 1938 in der Stadt und hat eines der umfangreichsten Fotonachlässe, in dem Fall sind es Fotoplatten, mit genauesten Aufzeichnungen zu seinen Fotos hinterlassen. Heute wahrscheinlich ein Datenschutzproblem, erlaubt die Ausstellung aber so Einblick in viele Details des sozialen und wirtschaftlichen Gefüges einer Stadt um die Jahrhundertwende. Liebevoll gestaltet und toll gemacht – die Ausstellung bekommt von uns das Prädikat „Besonders wertvoll!“. Ein Auszug aus der Pressemitteilung zur Eröffnung fasst die Ausstellung #ARNOKERSTEN2019 sehr gut zusammen:

Fotos erzählen Geschichten. Der Nachlass des Altenburger Fotografenateliers Arno Kersten bildet mit Studioausstattung und Geschäftskorrespondenz aus acht Jahrzehnten einen deutschlandweit einzigartigen Schatz. Er eröffnet vielfältige zeithistorische Einblicke in das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert. Erzählt wird ein bisher nur wenig beleuchtetes Kapitel Altenburger Stadtgeschichte über Wanderfotografen, Auswanderungsagenten, die Chronik eines fotografischen Ateliers und seiner Inhaber sowie schließlich über die Menschen, welche sich ablichten ließen. Die Ausstellung ist dabei alles andere als eine reine Fotoausstellung. Denn sie erzählt über die gut zweihundert präsentierten Fotografien die Geschichten auf und hinter den Bildern. Es sind eigens produzierte Filme zu sehen, welche auf die zeitgeschichtlichen Kontexte der Bildmotive eingehen. Neben Teilen der erhaltenen Studioausstattung und ein dem Atelier Kersten nachempfundenem Glasatelier wird eine Selfie-Station die Besucher einladen, sich im historischen Outfit selbst zu porträtieren. … Mit der Ausstellung wird deutlich, dass die regionale Geschichte auch Industriegeschichte, Auswandergeschichte, Reichsgeschichte und somit deutsche Geschichte ist. Damals wie heute war Fotografie ein Instrument der Inszenierung und Repräsentation. aus der Pressemitteilung des Schloss- und Kulturbetrieb Residenzschloss Altenburg, Susanne Stützner

Es sind noch fast 14 Tage Zeit, sich diese Foto- und Geschichtenausstellung anzuschauen und ins Staunen zu kommen – einfach das Residenzschloss zu Altenburg besuchen und in die Ausstellung gehen.

Fotoausstellung des Altenburger Fotografen Arno Kersten im Residenzschloss der Stadt, hier Nachbau eines Glasateliers

Lindenau-Museum – Altenburg und die Welt

Nach einem kleinen Spaziergang durch den Schlosspark erreicht man das nicht minder residenzartig gelegene Lindenau-Museum. Das Haus beherbergt mit 180 Tafelbildern früher italienischer Malerei des 13. bis 16. Jahrhunderts eine der größten Sammlungen auf diesem Gebiet außerhalb Italiens. Neben antiker Keramik, Gipsabgüssen von berühmten Plastiken von der Antike bis zum Klassizismus und der Kunstbibliothek mit Bänden vom 17. bis zum 19. Jahrhundert oder Werken aus den neueren Sammlungen sowie der Deutschen Malerei des 20. und 21. Jahrhunderts, bestaunt man aktuell die Wirksamkeit der Waffen einer Frau – Furchtlose Frauengestalten der Antike, die noch bis zum 01.01.2020 zu sehen ist, genau wie die Humboldt-Ausstellung Altenburg und die Welt.

Altenburg – Lindenau-Museum

Bernhard August von Lindenau (1779-1854), Zeitgenosse von Alexander von Humboldt und auch mit ihm befreundet, schuf durch seinen Nachlass die Grundlage für dieses imposante Haus mit seinen beeindruckenden Sammlungen.

Altenburg – Blick aus dem Eingang des Lindenau-Museums in die Wettinerstraße

Regionenmarketing, Potenziale als Attraktoren für Kleinstädte und Regionen

Wenn man des Altmeisters Betrachtungen über das Glücklichsein folgen möchte:

Erinnerung – Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, Denn das Glück ist immer da.Johann Wolfgang von Goethe

könnte man seine Worte als Grundformel für das Regionenmarketing heranziehen. Die Erkundungen zu Altenburg fanden bei herrlichen Oktoberwetter an einem Sonntag statt und trotzdem waren nur wenige Besucher unterwegs. Was den Reisenden freut, wird aber den Potenzialen vieler kleiner Strukturen nicht gerecht, denen von Altenburg schon gar nicht.

Im Schlosspark zu Altenburg


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Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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