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Von der Sehnsucht nach Professionalität

Marketing, Beratung, Personal Leipzig

Kaum etwas ist so destruktiv im Berufsleben wie mangelnde Professionalität. Nicht selten kann man schon eine Sehnsucht nach Professionalität spüren. Doch was heißt schon professionell zu sein oder zu handeln? Ist das dann die maximale Perfektion? Geht das bei dem doch eben auch an „Gefühlen leidenden System“ Mensch? Perfektionismus treibt zu oft zwanghafte Blüten, so dass dieser Ausblick kaum gesund zu nennen wäre. Auf der anderen Seite spielt uns, der vielleicht auch nur interpretierte, Mangel an Professionalität so manchen Hormonstreich im Alltag. Gibt es eine goldene Mitte?

Was heißt eigentlich Professionell? Die Profession ist der Beruf. Laut Wörterbuch bedeutet professionell nichts weiter als beruflich. Doch was heißt hier nichts weiter? Der Beruf aber, und hier liegt eindeutig der Hase im Gewürz, der Beruf hat mit Berufung und mit Rufen zu tun. Bei manchen Glaubensrichtungen sprechen die aktiven Vertreter davon einem inneren Ruf gefolgt zu sein. Man sagt auch: Er (der Mensch x) habe seine Berufung gefunden. Doch wie kommt man zu seiner Berufung? Was genau ruft? Und wo muss ich hinkommen, damit ich, dem Ruf folgend, meine Berufung, also meine Professionalität finde.

Berufung und Professionalität

Jeder von uns kennt Menschen, die nicht glücklich oder zufrieden leben. Das merkt man diesen Menschen natürlich auch in ihrem beruflichen Alltag an. Da gibt es die Verkäuferin, die man sich nicht traut anzusprechen, da ist der Arzt, der nur abarbeitet, da ist der Beamte der nur verwaltet. Die Liste könnte sicher länger werden.
Andererseits kennen Sie Menschen, die mit einer scheinbaren Schwerelosigkeit ihren Beruf leben. Leicht zu gewünschten Ergebnissen kommen und glücklich und zufrieden leben. Einmal abgesehen davon, dass man Erfolg auf ganz unterschiedliche Weise definieren kann, so scheint es doch wünschenswerter glücklich und zufrieden durchs Leben zu gehen, seinen ganz persönlichen Sinn zu (er)leben und dabei auch noch gesund zu sein.

Häufung von Burnout?

Wenn ich täglich gegen das, was ich eigentlich nicht tun möchte ankämpfe, dann macht sich das deutlich in all den Dingen meines Alltages. Ich werde kaum noch Leistung mit sinnvollem Energieeinsatz vollbringen. Meine Kunden spüren, da stimmt was nicht und gehen wahrscheinlich irgendwann zu einem anderen Professionellen. Es gibt in ihrer Wirkung umfangreich nachgewiesene Methoden (z. B. Autogenes Training, PMR, etc.) die zur Stressreduktion hilfreich und effizient sind. Doch auch diese haben Grenzen, wenn die Berufung zu ganz anderen Sinninhalten zieht. Ein Grund mehr für die ständig wachsenden Krankheitstage aufgrund psychischer Belastungen oder der eben der heute häufig gewordenen Diagnose Burnout.

Woran erkenne ich Professionalität?

Professionell, was nichts anderes heißt als beruflich bedeutet, scheint jemand zu sein, der:

  • sich selbst gut kennt, d. h. seien Stärken, Schwächen, Grenzen und Gebiete in denen er auf keinen Fall arbeiten möchte,
  • eine gute Balance zwischen eingesetzter Lebens-Energie und den beabsichtigen Ergebnissen erzielt,
  • sich nicht dem Drang entziehen kann, weiter in seiner Professionalität voranzukommen, sprich zu bilden, zu lernen, egal wie gut er schon ist,
  • aus Niederlagen nützliches für sein Leben und seinen Beruf lernt und das auch in seine Praxis übertragen kann,
  • Fehler sich selbst und anderen gegenüber eingesteht und diese dann auch ausbügelt,
  • über sich in seiner Professionalität auch lachen kann
  • der Freude an dem hat, was er macht

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Deutlich zu merken ist, die Menschen, die ohne einen Zwang zum Perfektionismus professionell ihrer Berufung nachgehen, leben eine Form von Nachhaltigkeit, die derzeit von vielen so lauthals gefordert wird.

Wer sehnt sich nach Professionalität?

Letztlich bleibt festzustellen, dass sich sowohl der Berufene als auch der von der Berufung profitierende (Kunde) von einem gehörigen Maß der Professionalität sehnt und beide Gruppen würden zufriedener damit leben.

Lesen Sie mir zum Thema:

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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