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Strategie steigert Erträge und Rentabilität

Zuchini - Wie steigern Sie Ihre Erträge im Unternehmen?

Eine langfristige Strategie ist die beste Sicherheit für Erträge und Rentabilität im Unternehmen. Entsprechend einer aktuellen Studie von Credit Suisse erreichen Familienunternehmen ein stabileres und langfristig besseres Ergebnis. Das zeigt sich, entsprechend der Studie, besonders in höheren Erträgen und einer verbesserten Rentabilität. Es scheint so zu sein, dass die Familie mehr Sicherheit für die Erträge bietet im Unternehmen bietet, als das unterschiedlich orientierte Aktionäre tun.

Die Schweizer Bank Credit Suisse hat in einer aktuellen Studie festgestellt, dass Unternehmen, die sich in Familienbesitz befinden, eine wesentlich bessere Unternehmens-Leistung an den Tag legen, als Unternehmen mit einer zersplitterten Aktionärs-Struktur! Familienunternehmen erreichen so langfristig höhere Erträge und eine höhere Rentabilität.

Details zu Familienunternehmen und langfristiger Strategie

Eine Grundlage der Studie ist die Analyse von europäischen Aktien von Unternehmen, in
denen die Gründerfamilie über einen Anteil von mehr als zehn Prozent des Kapitals verfügt. Diese Aktien haben sich demnach seit 1996 besser entwickelt als ihr jeweiliger Sektor. So verzeichneten sie in Europa eine Überperformance von durchschnittlich acht Prozent pro Jahr. In den USA seien ähnliche Resultate verzeichnet worden.

Ende des letzten Jahrhunderts waren Unternehmen in Familienbesitz die Vorreiter der industriellen Entwicklung in Europa und den USA. Mitte des 20. Jahrhunderts kam dieses Modell jedoch unter Druck und wurde zunehmend von einem Modell mit breiter Aktionärsstreuung ersetzt. Neue Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, dass Unternehmen, an denen die Gründerfamilie immer noch beträchtliche Anteile hält, sich tendenziell besser entwickeln als solche mit breiter Aktionärsbasis. Pressemitteilung, Credit Suisse lanciert Family Index, Credit Suisse, Zürich, 30. Januar 2007

Die wichtigsten Erfolgs-Faktoren

  • Eine langfristige Management-Strategie, also Unternehmens-Führung! Das klingt logisch, denn die meisten Familien würden ihre Beteiligung an die Nachkommen weitergeben wollen und hätten ein großes Interesse, den Wert der Beteiligung zu erhalten.
  • Folgerichtig achtet man in der Familie weniger auf die nächsten Quartalszahlen, sondern
    orientieren sich vielmehr an einem längerfristigen Zielen und Ergebnissen.
  • Unternehmen im Familienbesitz konzentrieren sich mehr auf die Kernkompetenzen.
  • Aktivitäten in Nischen-Märkten.
  • Von Bedeutung sei auch, laut Credit Suisse, die bessere Abstimmung der Management- und Aktionärsinteressen.

Für die Studie haben die Schweizer Analysten die Wertentwicklung von Aktien, die einem bedeutenden Familieneinfluss unterliegen, mit denen von Unternehmen mit breiter Aktionärsbasis verglichen.

Wie im Großen, so im Kleinen?

Die Frage stellt sich nun: Treffen diese Erkenntnisse auch auf den Mittelstand zu? Kann ein KMU langfristig ein besseres Ergebnis erzielen, wenn eine Strategie vorhanden ist? Kann damit der Ertrag und Rentabilität gesichert und gesteigert werden? Der Entwicklung einer langfristigen Strategie in kleineren Unternehmen stehen einige Faktoren entgegen:

  • so arbeitet der eigentliche Unternehmens-Führer, der für die Entwicklung und Weiterentwicklung der Unternehmens-Strategie verantwortlich ist, im permanenten (es heißt ja selbst & ständig) Tagesgeschäft mit und hat somit selten Zeit sich um langfristige Ideen zu kümmern.
  • die Motivation und das interne Leitbild von kleineren Unternehmen sind nicht selten an der Gewinn-Maximierung ausgerichtet.
  • über Strategie wird in manchen kleineren Unternehmen erst nachgedacht, wenn das Geschäft nicht mehr so läuft, wie es geplant war.
  • die vielen Aufgaben, die auf einem Unternehmens-Inhaber eines KMU warten, stellen strategische Überlegungen auf eine Stufe mit Büro-Organisation, Buchhaltung oder Akquise, es scheint im Alltag nichts Besonderes zu sein und doch ist es langfristig überlebensnotwendig.
  • wenn ein Unternehmer keine langfristige Strategie verfolgt, dann geht das Tagesgeschäft trotzdem weiter. Es passiert zunächst nichts. Erst viel später werden Probleme sichtbar, weil vor Jahren keiner über das Wie (Strategie) in Zukunft nachgedacht hat.

Aus meiner Sicht sollten langfristige Strategien immer Teil der Unternehmens-Führung (des Bewusstseins des Inhabers) sein. Leider sind sie das viel zu selten!

Fazit

Wie alles auf der Welt, so haben auch Familien-Unternehmen Vor- und Nachteile. Ob die Erkenntnisse aus der Studie über die Wirkung einer langfristigen Strategie so einfach auf KMU´s zu übertragen sind, das kann ich nicht belegen. Aus meiner Erfahrung kann ich aber sagen, dass die Unternehmen, die über Ihre Werte und langfristigen Ziel nachdenken und ihr tägliches Tun entsprechend an einer langfristigen Strategie (Orientierung) ausrichten, wesentlich erfolgreicher sind, als Unternehmen, für die Strategie mehr ein Fremdwort ist.

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Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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31.01.2007 - Artikel, Unternehmensentwicklung - Kommentare per Feed RSS 2.0 - Kommentar schreiben -

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2 Kommentare zu “Strategie steigert Erträge und Rentabilität”
  1. Seth Unterlechner schreibt

    Mein Eindruck:

    Ein Unternehmer und Gründer ist mit seinem Herzblut bei der Sache. Er konzentriert sich auf gute Arbeit und zufriedene Kunden.

    Die 2. Generation wird durch das „Herzblut“ noch positiv beeinflusst und deshalb in gewissem Masse für die Sache „angesteckt“. Das finanzielle Polster der Gründergeneration machen eine Diversifikation einfacher (als es ein Gründer hätte).

    Die 3. Generation profitiert von den finanziellen Vorzügen, die der Gründer und die 2. Generation hervorgebracht haben. Der „Drive“ ist nicht mehr ultimativ, da ja nun Einiges an finanziellen Vorräten vorhanden ist. Nicht selten wird ein Unternehmen in der 3. Generation an Heuschrecken verkauft oder in die Misswirtschaft getrieben (wir rahmen noch kurz ab und dann melden wir Konkurs an).

    Greez – Seth

  2. Sven Lehmann schreibt

    Definitiv ein absolut mögliches Szenario! Es stellt sich auf jeden Fall die Frage, wie (und ob überhaupt) man den Geist des Gründers weitergeben kann …

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