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Internetsurfen erhöht Arbeitsproduktivität!?

Eine Studie des Computerspielherstellers PopCap-Games will herausgefunden haben, dass kurze Unterbrechungen des Arbeitsprozesses, um im Internet zu surfen, die Produktivität erhöhen. So genannte „elektronische Pausen“ würden Stress reduzieren und die Konzentration verbessern, berichtet das Magazin PC World. Damit stellt sich die Studie gegen die weit verbreitete Praxis von Unternehmen, den Zugang zu Seiten wie Facebook oder MySpace zu blockieren. Was für ein verlockender Gedanke, die Möglichkeit virtuellen Information und Kontakten während der Arbeitszeit nachgehen zu können erhöht die Arbeitsproduktivität!

Laut Untersuchungen des auf Arbeitsrecht spezialisierten Unternehmens Peninsula verbieten sieben von zehn Unternehmen ihren Mitarbeitern den Zugang zu Social Networking Seiten und spielen sogar mit dem Gedanken, privaten Internetzugang am Arbeitsplatz vollständig zu blockieren.

Fakten(?)

Tomas Chamorro-Premuzic, Psychologe an der Goldsmiths Universität (er hat für PopCap in einigen britischen Unternehmen Untersuchungen durchgeführt), meint:

  • zehnminütige Pausen und weniger Kontrolle der Mitarbeiter (besonders mehr Freiheiten am PC) können die Arbeitsmoral fördern und so die Unternehmensgewinne steigern.
  • diese Pausen würden auch Gelegenheit geben, sich von den Problemen der Arbeit kurz abzulenken. Arbeitgeber können so ein vertraulicheres und angenehmeres Arbeitsklima schaffen.
  • Laut der Studie des Spieleherstellers verursachen Einschränkungen des Internetzugangs zu Social-Networking-Seiten jährlich einen Produktivitätsverlust in der Höhe von acht Mrd. US-Dollar!
  • Arbeitsklima und -moral würden unter Webverboten leiden!

Es steht außer Frage, dass Konzentration und auch Arbeitszufriedenheit durch ein geeignetes Maß an „Autonomie am Arbeitsplatz“ (dazu gehört auch eine freie Gestaltung kurzer Pausen) gesteigert oder aber zumindest dauerhaft hoch gehalten werden können. Fraglich ist, ob diese Studie Unternehmen umstimmen kann, die bisher auf verstärkte Kontrolle ihrer Mitarbeiter gesetzt haben.

Aus meiner Sicht kommt es auch sehr darauf an, welche Art von Tätigkeit man ausführt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Arbeiter bei einem Autohersteller die Produktivität erhöht, wenn er zwischendurch mal eben Surfen geht?! Grundsätzlich freien Zugang zum Internet im Unternehmen halte ich allerdings für einen wesentlichen Erfolgsfaktor eines Unternehmens – heute und in Zukunft sowieso!

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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