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Das saugt der Profi! Wettbewerb – eine gute Produktentwicklungsidee

Was sind zehn Millionen Dollar für Google? Meines Erachtens sehr wenig! Aber für eine gute Idee sind einige Millionen Dollar schon eine ganze Menge. Das saugt der Profi! Ein Wettbewerb für weltverbessernde oder besser weltverändernde Ideen, das nenne ich eine gute Produkt-Entwicklungsidee. Sozusagen macht Google ein Welt-Brainstorming! Zudem eine klasse Marketingidee, die aber auch nach „hinten“ losgehen kann. Man nehme etwas Geld aus der Portokasse, lobe einen kreativen Wettbewerb aus und sammle im Ergebnis alle brauchbaren Ideen ein. So könnte das Erfolgskonzept von Googles neuem „Welt-Brainstorming“ lauten. Immerhin – Google spendiert zehn Millionen Dollar für diesen Kreativwettbewerb.

Im Rahmen des sogenannten Project 10 to the 100th ruft der Suchmaschinenbetreiber ab heute, Nutzer dazu auf, „inspirierende und aufregende Ideen einzureichen, die das Leben der Menschen verbessern können“. Ziel des ausgerufenen Wettbewerbs sei es laut eigenen Angaben, Ideen zu verwirklichen, „die die Welt verändern und so vielen Menschen wie möglich helfen“. Art und Thematik der eingereichten Beiträge seien dabei nebensächlich. Diese könnten „klein oder groß sein, technologiebasiert oder brillant einfach“ – wichtig sei nur, dass sie etwas bewegen. Bis zu fünf der besten Ideen sollen auf diese Weise mit Hilfe von Fördergeldern in die Realität umgesetzt werden.

Als Beispiel dafür, wie eine solche kreative Idee aussehen könnte, nennt das Internetunternehmen den sogenannten „Hippo Water Roller“. Dahinter verbirgt sich ein relativ günstiger Behälter mit einem Fassungsvermögen von 90 Litern, der sich leicht über den Boden rollen lässt. Die Idee dazu stamme zwar nur von einem zweiköpfigen Team, könne aber laut Google Mio. von Menschen zugute kommen. So etwa all jenen, die in trockenen Gebieten wie beispielsweise in Afrika unter großer Anstrengung typische 19-Liter-Wasserbehälter über weite Strecken auf ihren Köpfen transportieren müssen, um ihre Familie mit Frischwasser zu versorgen.

Wer kann mitmachen

Beschränkungen bezüglich der Teilnahmeberechtigung am Wettbewerb gibt es dabei keine. „Menschen aus der ganzen Welt können ihre Ideen in 25 verschiedenen Sprachen einschicken“, erklärt Oberbeck. Einsendeschluss des „Project 10 to the 100th“ ist der 20. Oktober 2008. Aus den eingelangten Beiträgen wählt Google in einem ersten Schritt die hundert besten Ideen aus. Daraufhin können die Internetnutzer darüber entscheiden, welche der ausgewählten Einsendungen das größte Hilfspotenzial besitzen und 20 Favoriten bestimmen. In einer letzten Runde entscheidet dann eine Jury darüber, welche fünf Ideen Fördergelder zur Verfügung gestellt bekommen.

Fazit

Ich finde die Idee sehr gut! Sie hat aber den leichten Beigeschmack einer ausgelagerten Ideenschmiede. Denn wenn weltweit Menschen Ideen einreichen, ist das Potenzial an Innovationen für Google unermesslich. Demgegenüber sind ein paar Millionen Dollar kaum als Aufwand zu bezeichnen. Aber den Hut muss man letztlich wieder vor Google ziehen! Auf der einen Seite eine ausgezeichnete (virale) Marketingaktion, die freilich auch nicht den gewünschten Effekt erzielen kann, aber auf jeden Fall für Aufmerksamkeit sorgt und ganz nebenbei auch noch ein PR-Effekt hat und eben tolle Ideen in den wahrscheinlich schon enorm großen Wissenspool der Firma spülen wird. Auf jeden Fall kann man sich das Konzept abgucken und auf seine Verhältnisse und seine Zielgruppe zuschneiden. Es ist ja auch erst einmal wirklich nur Gutes daran, die Welt verbessern zu wollen.

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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