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Nutzen und Praxis von PR-Arbeit

Der Nutzen und die Praxis von PR-Arbeit oder auch Öffentlichkeitsarbeit ist vielfältig und sollte nicht mit „etwas mehr als Werbung“ umschrieben werden. Was kann PR-Arbeit leisten? Es gibt viele Gründe, die für die PR-Arbeit (Öffentlichkeitsarbeit) sprechen. Große Konzerne haben das bereits erkannt und setzen auf gut ausgestattete PR-Abteilungen. Die kleinen und mittelständischen Unternehmen hingegen scheuen den Schritt in Richtung Öffentlichkeit oftmals. „Es koste zu viel Geld oder beanspruche zu viel Zeit“, lauten dabei oftmals die Argumente. Den Kostenvergleich zur Werbung beispielsweise hält die Öffentlichkeitsarbeit hingegen locker stand. Bedenke man einmal die Preise, die man für eine Anzeige zahlen muss und die Kosten, die es braucht, um eine Pressemeldung an die Redaktionen zu verschicken. Gute Öffentlichkeitsarbeit muss nicht teuer sein und zählt sich auch mittel- und langfristig auf die Wahrnehmung Ihres Unternehmens in der Öffentlichkeit aus.

Und der Zeitfaktor? Sicher muss man Zeit einplanen, möchte man Öffentlichkeitsarbeit erfolgreich betreiben. Doch alle Dinge, die gut werden sollen, bedürfen einer Portion Zeit. Gerade Existenzgründer, kleine und mittelständische Betriebe sollten die Vorteile gezielter Öffentlichkeitsarbeit für sich nutzen. Schließlich gibt sie ihnen die Möglichkeit, aus der Masse der Mitbewerber herauszustechen.

Öffentlichkeitsarbeit – PR-Erfolg kommt nicht von ungefähr!

Nehmen wir zum Beispiel einmal an, dass sich eine junge Friseurmeisterin mit einem eigenen Geschäft selbstständig machen möchte. Sie hat viel Zeit in die Ausstattung ihres Geschäfts investiert und vielleicht noch einkalkuliert, eine Anzeige zur Eröffnung in der lokalen Tageszeitung und im Anzeigenblatt erscheinen zu lassen. Und dann??? Schaut die frischgebackene Geschäftsinhaberin dann einmal in den Anzeigenteil der Zeitung wird sie schnell feststellen, dass sie nicht der einzige Friseursalon ist, der mit Anzeigen um Aufmerksamkeit buhlt. Und wir als Leser? Wir nehmen die Anzeige zur Neueröffnung vielleicht wahr, wenn Sie groß genug, ansprechend gestaltet und gut platziert ist. „Aber die anderen haben doch keine rollstuhlgerechten Waschbecken und verwenden auch keine biologischen, besonders gut verträglichen Pflegeprodukte“, denkt sich die junge Friseurmeisterin daraufhin. Aber woher sollen wir als Leser das wissen? Anzeigen sind teuer. Werden sie mit Informationen überfrachtet, nimmt sie niemand wahr. Zu dem wissen die Leser, dass die Werbung gern einmal etwas besser erscheinen lässt, als es in Wirklichkeit ist.

Wahrnehmung ist also ein wichtiges Ziel der Öffentlichkeitsarbeit

Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit oder eben PR-Arbeit könnte sich die junge Friseurmeisterin entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern. Voraussetzung ist, dass man sich im Klaren darüber ist, welche Ziele mit der PR-Arbeit verfolgt werden sollen. Möchte man seinen Bekanntheitsgrad vergrößern, ein bestimmtes Bild von seinem Unternehmen in die Öffentlichkeit transportieren, auf besondere Produkte und Dienstleistungen aufmerksam machen usw.. Hat man sich auf bestimmte Ziele festgelegt, gibt es eine Vielzahl an PR-Instrumenten, die zur Umsetzung verwendet werden können.

Instrumente in der PR-Arbeit

  • Pressemeldungen
  • Erstellung von Geschäftsberichten, Broschüren, Flyern, Newslettern, Kundenzeitschriften, Internetauftritt
  • Veranstaltungen: z.B. Messen, Tage der offenen Tür, Konferenzen, Seminare
  • Interne Kommunikation: z.B. Mitarbeiterzeitschriften, Mitarbeiterveranstaltungen, Intranet

So hätte die junge Saloninhaberin beispielsweise zur Eröffnung einen Tag der offenen Tür veranstalten können, zu dem sie die lokalen Pressevertreter eingeladen hätte. Sie hätte ihre rollstuhlgerechten Waschbecken vorführen und Kunden die biologischen Pflegeprodukte testen lassen können. Dem Artikel, der anschließend in der lokalen Tageszeitung erschienen wäre, hätte die Leser mehr Aufmerksamkeit und erwiesener Maßen auch mehr Glaubwürdigkeit geschenkt.

Bleiben Sie dran, wie so oft ist die Regelmäßigkeit in der Kommunikation auch ein Garant für Erfolg in der Öffentlichkeitsarbeit

Jedoch erfordert PR-Arbeit Kontinuität. Mit einer einmaligen Pressemeldung ist es nicht getan. Es ist wichtig, Präsenz zu zeigen und im Gespräch zu bleiben. Das heißt natürlich nicht, dass man Redaktionen mit Pressemeldungen überschüttet. Man sollte aber auch nicht den Draht zu den Journalisten verlieren und sich in regelmäßigen Abständen in Erinnerung rufen. Suchen Sie sich als Anlass für eine Pressemeldung ein Thema, was für die Journalisten von Interesse ist. Sie werden täglich mit einer Flut an Informationen überschüttet, unter der Ihre Nachricht nicht untergehen sollte. Machen Sie sich bei der Themenwahl also immer bewusst, ob Sie die Nachricht als Leser interessieren würde.

Prüfen Sie nach – Kontrollieren Sie Ihre PR-Aktionen auf Wirksamkeit

Um ihre PR-Arbeit auf ihren Erfolg hin zu untersuchen, können Sie beispielsweise die Artikel, die zu ihren Unternehmen erschienen sind, sammeln und auswerten: Wie viele Artikel sind zu einem Thema erschienen? Wie viele Zeilen wurden gedruckt? Welche Informationen aus der Pressemeldung wurden letztendlich verwendet? Wirkungsanalysen gehen mehr in die Tiefe. Hierbei wird anhand von Kundenbefragungen oder Imageanalysen evaluiert, ob Ihre Kommunikationsziele erreicht wurden. Die Ergebnisse helfen, die eigene PR-Arbeit zu reflektieren und zu optimieren.

Fazit

Es ist nicht selten so, dass der Nutzen von etwas „Neuem“ in der unternehmerischen Praxis erst durch das Tun und Umsetzten erlebt wird. So ist es natürlich auch mit dem Nutzen von PR- oder auch Öffentlichkeitsarbeit. Unternehmen profitieren mittel- und langfristig von regelmäßiger PR-Aktivität. Allein gilt es eine unternehmerische Entscheidung zu treffen nämlich die, Öffentlichkeitsarbeit in seinen Kommunikationsalltag mit den Menschen zu integrieren.

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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