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Das Risiko keiner eigenen Website

Coaching, Marketing, Beratung, Leipzig

Zu Zeiten wahrlich ausgeklügelter und scheinbar hocheffizienter kommunikativer Hilfsmittel, die das soziale Netzwerken befördern sollen, scheint eine eigene Website zu betreiben, ein Relikt aus grauer Vorzeit zu sein. Der finanzielle, technische und zeitliche Aufwand ist scheinbar um einiges höher, als das beim Einrichten eines Profils in irgendeinem Gesichterbuch oder in einer nach chinesischer Teezeremonie klingender Plattform der Fall ist. Kann man auch Risiken erkennen, wenn es darum geht, keine eigene Website zu haben?

Wozu sein Unternehmen oder seine (Dienst)-Leistungen auf der eigenen Website präsentieren, wenn es doch auf Plattformen des sozialen Netzwerken so viel leichter schient Aufmerksamkeit zu erlangen? Aber ist es wirklich so, wie es scheint?

Welche Risiken sind zu erkennen, wenn ich keine eigene Unternehmenswebsite betreibe:

  • die hundertprozentige Abhängigkeit vom Vertriebskanal der Firma, die die Plattform betreibt,
  • die Aufmerksamkeit der Lesenden und Sehenden ist in den Plattformen zeitlich und „sensationsseitig“ gebunden, es geht um Unterhaltung und Ablenkung, nicht um Problemlösung,
  • die Kosten für die Vertreibs- und Kommunikationskanäle sind auf Dauer nicht kalkulierbar,
  • die Wahrnehmung des Profils ist auf massenweise Sichtbarkeit ausgelegt und nicht auf interessengeleitete Themen, es wird an den Personen festgemacht, nicht an Lösungen oder Ideen für Probleme,
  • eine echte Messbarkeit ist nicht gegeben, weil es nur um alles oder nichtssagende Sympathie- oder Gefallensbekundungen oder um das Gegenteil davon geht,
  • es ist also nichts weiter als ein vages Schaffen eines Erstkontaktes,
  • wenn ich gar keine eigene Website betreibe, dann wird auch das Finden via Suchmaschinen oder andere Rechercheinstrumente schwierig,
  • die Bearbeitung von unqualifizierten Massenkontakten und Anfragen ist ein Aufwand, den es auf jeden Fall zu kalkulieren gilt, nichts ist schlimmer, als Menschen sagen zu müssen sie sind hier an der falschen Adresse,
  • der eigene Qualifizierung-Prozess sich genau auf seiner Website ausdrücken zu müssen bleibt aus, wenn man keine eigene Seite betreibt.

Es gibt immer Ausnahmen:

  1. Wenn ich ein massentaugliches Produkt verkaufen möchte, dann sind Massenkontakte jeder Art auch verkaufsförderlich.
  2. Wenn ich viele Kunden habe, die mich empfehlen, dann brauche ich auch keine eigene Website.
  3. Wenn ich ein Monopol habe, brauche ich mir über diese Dinge kaum einen Kopf zu machen.

Wie wahrscheinlich das eine oder andere ist, hängt von Einzelfall ab. Die Erfahrung in der Beratung zeigt, dass viele, die sich nicht die Mühe machen, eine eigene Website zu betreiben oder aktuell zu halten, das eigene Geschäftsmodell nicht bis zu Ende entwickelt haben oder schlichtweg keine Lust haben, diesen Kanal zu betreiben. Beide Gründe würden auch die Frage berechtigen: Wozu dann überhaupt geschäftlich aktiv sein?

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Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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