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Marketing mit dem Mozart-Effekt – Wie Musik unsere Kaufentscheidung beeinflusst!

Mozartdenkmal in Salzburg

Wie klassische Musik den Umsatz steigern kann, erfährt man in der aktuellen Ausgabe von Gehirn & Geist. Nicolas Guéguen geht in seinem Artikel „Der Mozart-Effekt“ auf dieses Phänomen ein. Welche Auswirkungen hat Musik auf unserer Gehirn und unserer Verhalten? Wie Musik unsere Kaufentscheidung beeinflussen kann.

In verschienen Experimenten konnte nachgewiesen werden, dass klassische Musik den Umsatz von bestimmten Produkten erhöhen kann.

Hier einige Beispiele dazu

  • In einem Experiment in Australien (1993, Charles Areni und David Kim) wird in Weinhandlungen verschiedene Musik gespielt. Von Pop bis zur Klassik. Ergebnis: Klassische Musik erhöhte den Umsatz im Gegensatz zur Popmusik um das Zweieinhalbfache.
  • In England (1999, Adrian North) findet man heraus, dass deutsche Volksmusik den Kunden Wein aus dem Rheinland und französische Akkordeonmusik französischen Wein kaufen ließ.
  • Neben den inhaltlichen Aspekten spielen auch noch Tempo und Lautstärke eine Rolle. So blieben die Gäste länger und tranken ein Drittel mehr, wenn Jazz mit 70 Takten pro Minute (statt mit 92) gespielt wurde. Ebenfalls zu mehr Getränkeumsatz verhilft die moderate Erhöhung der Lautstärke. In Bars wurde festgestellt, dass eine Erhöhung der Lautstärke von 72 Dezibel auf 88 Dezibel den Getränkeumsatz um 28 Prozent steigerte. Wichtig ist dabei immer, dass die Geräuschkulisse zur Situation passen muß! Denn sonst fühlen sich die Gäste nicht wohl.

Dabei ist das Warum noch nicht umfassend geklärt. Es gibt verschiedene Erklärungsversuche, die Hinweise geben. Diese reichen von bestimmten Wahrnehmungs-Mechanismen bis zu der schlichten Tatsache, dass bei lauten Umgebungsgeräuschen lauter gesprochen wird.

Dass Musik uns beeinflusst ist keine neue Erkenntnis. So kennt und nutzt man nicht erst seit heute gezielt die entspannende Wirkung von Musik oder betreibt Selbstmanagement mit Musik.

Weitere Anwendungen von Musik (neben der Unterhaltung natürlich) finden sich z. B.:

  • in der Musiktherapie
  • zur Unterstützung bei Lernprozessen oder direkt zum Lernen (Lernmethode nach Losanow)
  • zur Motivation (Putzen mit flotter Musik geht eben besser).

Fazit

Interessant hingegen ist die gezielte Wirkung von bestimmter Musik und Lautstärke der Musik zur direkten Umsatzsteigerung. Wer allerdings denkt, es genüge einfach laute Musik zu spielen, dem sei gesagt, dass es keinen Spaß macht, z. B. den Sonnenuntergang am Meer bei störend lauter Musik zu genießen!

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Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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04.05.2006 - Artikel, Marketing - Kommentare per Feed RSS 2.0 - Kommentar schreiben -

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