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Gesundheit – Markt mit viel Zukunft

Deutscher Gesundheitsmarkt attraktiv für Investoren. Krankenhäuser und Pflegeheime als Kapitalanlage der Zukunft?Der deutsche Gesundheitsmarkt wird für Private Equity-Investoren immer interessanter. Eine Studie des Managementberatungs-Unternehmens A.T. Kearney besagt, dass in den Bereichen Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Medizintechnik ein hohes Wertsteigerungs- und Konsolidierungspotential liegt. „Auch die Gesundheitseinrichtungen würden durch die Investoren profitieren, da sie das nötige Kapital für Investitionen nicht aufbringen können“, so der Autor der Studie, Eduard Popp.

Der größte Markt im deutschen Gesundheitswesen ist der Krankenhausbereich mit einem Volumen von etwa 240 Mrd. In diesem Bereich werden rund 27 Prozent der Gesamtausgaben umgesetzt. In den vergangenen zwölf Jahren ist die Anzahl an Krankenhäusern in Deutschland um sieben Prozent zurückgegangen, bis 2012 sollen es noch einmal 15 Prozent sein. „In den nächsten Jahren wird es einem massiven Abbau von Betten geben. Wenn in einer Stadt mit drei Krankenhäusern eines schließen muss, sind die verbleibenden besser ausgelastet und für Finanzinvestoren durchaus interessant“, erklärt Popp.

Kein Geld für Investitionen?!

Die Gesundheitseinrichtungen könnten die nötigen finanziellen Mittel für Investitionen nicht aufbringen, so Popp. Demnach würden sowohl Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Medizintechnik-Unternehmen als auch private Investoren profitieren. „Für Finanzinvestoren sind vor allem große Ketten interessant, einzelne Häuser wären nur als Ergänzung einer Kette attraktiv“, so der Autor der Studie. In Deutschland sind bereits zahlreiche private Krankenhausketten wie die Rhön Klinikum AG oder Helius aktiv. Popp erwartet den Einstieg von Finanzinvestoren innerhalb der nächsten fünf Jahre.

Pflege ist der Boom-Markt

Der am schnellsten Wachsende Markt der Gesundheitsbranche ist die Altenbetreuung. Durch die demographische Entwicklung hat sich die Anzahl der Betten allein von 2001 bis 2003 um sechs Prozent gesteigert. Die steigende Lebenserwartung würde den Bedarf auch in den nächsten Jahren überdurchschnittlich schnell wachsen lassen, A.T. Kearney rechnet aber damit, dass das Angebot schneller wächst als die Nachfrage. „Bald werdenwir Überkapazitäten haben“, meint Popp. Diese Entwicklung werde zu einem Verdrängungs-Wettbewerb führen, Ziel für private Anbieter müsse es sein, innerhalb von fünf Jahren Ketten mit mindestens 20 Häusern aufzubauen. Zentraler Erfolgsfaktor ist die Zusammenarbeit mit Kassen und Ärzten, strategisches Risiko für die Investoren ist die unsichere Entwicklung der Pflegeversicherungen.

Fazit

Der Verdränungs-Wettbewerb in diesem Bereich ist in Deutschland im vollen Gang. Die Dynamik, mit der sich der Markt entwickelt ist sehr hoch. Das Personal ist in den Einrichtungen oft mehr als überlastet und hält dem Veränderungs-Druck oft nicht Stand. Milderung könnte der Einsatz von Personal- und Organisations-Entwicklung bringen. Doch dafür wird zu wenig investiert.

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Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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08.09.2005 - Artikel, Unternehmensentwicklung - Kommentare per Feed RSS 2.0 - Kommentare geschlossen -

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