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Netzwerk für Introvertierte – Glosse

Man kann ja zu virtuellen Netzwerken stehen, wie man will. Man kann es toll finden, man kann es ablehnen. Es gibt den Spruch, wer A sagt, muss auch B sagen. Dieser stimmt natürlich nur bedingt, da man selbstverständlich auch C oder Z sagen kann. Man kann aber mit etwas Nüchternheit betrachtet davon ausgehen, dass ein Mensch, der sich in einem Netzwerk präsentiert, und nicht alle sinnvollen Funktionen ausschaltet, neue Kontakte knüpfen möchte. Weit gefehlt – Netzwerk für Introvertierte …

Doch manchmal ist das mit dem Netzwerken nicht ganz so einfach. Da gibt es Leute, die sich auf dem eigenen Profil herumtreiben, wir unterstellen natürlich nur positive Absichten und sich dann solchen Schriftwechsel leisten, nachdem man versucht hat, zu dieser Person Kontakt aufzunehmen.

Netzwerkerfahrungen, neulich …

Aktion

Guten Tag Herr X,
ich sehe, dass wir in zahlreichen Gruppen gemeinsam sind …
Freue mich über interessanten Austausch und auch Verlinkung.
Beste Grüße

Reaktion

Hallo, guten Tag,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider muss ich SIe enttäuschen – ich habe beschlossen, lediglich Verlinkungen zu akzeptieren, wenn es ein reales Geschäftsverhältnis gibt. Sonst verliere ich irgendwann den Überblick. Tut mir leid, wenn ich Sie enttäuschen muss. Alles gute und noch einen schönen Abend!
Besten Gruss …

Diese Kommunikationserfahrung, übrigens ist der Schreiber der Reaktion ein Kommunikationsexperte, hat die betreffenden Person gleich dazu veranlasst, sich über hilfreiche Aspekte für Introvertierte in Netzwerken Gedanken zu machen, lesen Sie selbst …

Tipps und Tricks für den introvertierten Netzwerkalltag

Damit Sie beim Netzwerken immer schön den Überblick behalten, hier ein paar absolut und ganz ernst gemeinte Ideen für den schüchternen Netzwerker:

  1. Am besten beginnen Sie Ihre introvertierte Netzwerk-Karriere mit einem unechten Profil. Legen Sie sich also auf jeden Fall eine nicht echte Netzwerk-Identität zu, das erhöht enorm die Chancen keine sinnvollen Kontakte zu knüpfen – ein sicheres Zeichen für den leicht zu behaltenden statischen Überblick.
  2. Bleiben Sie immer in der Beobachterposition – nichts ist schlimmer, wenn man durch sinnvolle Aktivitäten auffällt.
  3. Alles ist mit allem Verbunden – manche Menschen können deswegen in gar keinem Netzwerk „echt“ unterwegs sein, weil Sie ja dann auch mit dem geliebten Nachbarn oder der schönen Chefin verbunden wären.
  4. Versucht jemand mit Ihnen Kontakt aufzunehmen, so gibt es eine Reihe von absolut wirkungsvollen Methoden, diesen vor den Kopf zu stoßen: ignorieren Sie ihn einfach, schreiben sie offen, dass Sie schon lange den Netzwerküberblick verloren haben und daher nicht antworten können oder blockieren Sie Anfragende einfach mit der Funktion, dass diese Ihnen keine Nachrichten schreiben können.
  5. Geben Sie sich als bekannte Person aus, dann wird sich sowieso keiner trauen, Sie anzusprechen.
  6. Keinesfalls sollten Sie ein Bild von sich veröffentlichen! Wenn es denn unbedingt sein muss, dann nehmen Sie ein Bild, auf dem Sie unattraktiv ausschauen und das schlecht belichtet ist.
  7. Zum Schluss einen der wichtigsten Hinweise, wie Sie es schaffen sinnlos Zeit in virtuellen Netzwerken zu verbringen – loggen Sie sich ein und lesen Sie die vielen tollen Informationen, am besten jeden Tag mehrere Stunden, die die anderen Netzwerkteilnehmer Ihnen kostenfrei auf den Bildschirm schreiben.

Beherzigen Sie diese tollen Tipps, dann werden Sie sicher ganz lange das Glück haben, in Ruhe gelassen zu werden … und das ist es doch, was Menschen in ein soziales, virtuelles Netzwerk treibt, die Sehnsucht nach Ruhe, denn innerlich finden sie diese schon lange nicht mehr …!

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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27.02.2012 - Artikel, Kommunikation - Kommentare per Feed RSS 2.0 - Kommentar schreiben -

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