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(Nicht-)Wahrgenommene Maße

2,99 Euro ist weniger als 3,00 Euro, das wussten wir schon, obwohl es ja nicht zu unterschätzen ist, dass die so genannten Konsumenten ja auch lernen können und ggf. eben eher 3,00 Euro ergänzen. Eine Studie hat nun allerdings die Wahrnehmung von Maßstäben und Maßeinheiten sowie deren Vergleich in absoluten Zahlen untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass höhere Zahlenwerte und größere Zahlenwertunterschiede als wesentlich mehr wahrgenommen werden, als wenn diese auf einer größeren Skala wahrgenommen werden.

Vergleicht man zwei Produkte in Eigenschaften wie etwa Garantiedauer, Nutzerbewertungen oder Nährwert-Angaben, so bestimmt die Maßeinheit wesentlich mit, wie der Unterschied wahrgenommen wird. Der Unterschied zwischen 84 und 108 Monaten Garantie scheint höher als jener zwischen sieben und neun Jahren. Studienautorin Barbara Briers, Universität Tilburg http://www.tilburguniversity.edu

Die Maßeinheit eben nicht im Blick

In der Wahrnehmung macht das jedoch einen Unterschied. Denn die Differenz zwischen 90 und 95 von 100 ist im Kopf größer als jene zwischen 9,0 und 9,5 auf der Skala bis 10. Es ist das Problem, wir Menschen achten eben nicht auf die Maßskala oder die Einheit hinter der Zahl. Eine frühere Studie bestätigt die Ehrfurcht der Menschen vor langen Zahlen bei Geldbeträgen. 100 Cent sind im Kopf stets mehr als ein Euro.

„Dieser Effekt hat auch unseren Umgang mit Geld seit der Euro-Einführung bestimmt, da die Preise scheinbar kleiner wurden. Besonders deutlich war das bei den Italienurlaubern zu sehen, die früher viel weniger ausgaben, da sie aufgrund der hohen Lira-Beträge zurückschreckten. Speziell den älteren Menschen, die Eurobeträge stets in die frühere Währung zurückrechnen, gehe es heute noch so.“ so die Studienautorin Briers.

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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16.02.2011 - Glossar, Psychologie - Kommentare per Feed RSS 2.0 - Kommentar schreiben -

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