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Marketing, wie man es nicht machen sollte! Der Fall: BMW

„Marketing, wie man es nicht machen sollte!“ … ein solches Beispiel sollte man bei einem Unternehmen vermuten, das wenig bekannt ist oder noch nicht lange am Markt agiert. Nein! Eines der renommiertesten Unternehmen der Auto-Welt zeigt uns ein Lehrstück der besonderen Art. Der Fall BMW und seine Folgen.

Was ist eigentlich passiert?

Vielleicht eine kurze Erklärung für die „Nicht-Web-Techniker“. Um bei der Vermarktung im Internet sinnvolle Ergebnisse zu erzielen, ist es wichtig, bei Suchmaschinen (z. B. Google) eine gute Positionierung zu erreichen (also recht weit „oben“ in der Liste zu stehen). Das kann man auf unterschiedliche Weise erreichen. Entweder man erarbeitet sich fleißig und ausdauernd diese Position oder man geht einen schnellen Weg. Das Ergebnis des schnellen Weges ist, wie so oft, nicht von Dauer. Da die Manipulationen von schlitzohrigen Web-Programmierern Suchmaschinen wie Google letztlich überlasten oder die Suchergebnisse unbrauchbar machen.

So haben die Verantwortlichen von Google in der Nacht zum vierten Februar 2006 die gesamte Seite bmw.de aus ihrem Index gelöscht.

Falschen Respekt vor großen Tieren kann man den Jungs und Mädels in Mountain View wirklich nicht vorwerfen: In der letzten Nacht hat Google mal eben die komplette Website bmw.de aus dem Index gekickt. Handelsblatt Weblog

Und warum?

Ganz einfach, weil BMW eben genau diese „Tricks“ auf der bmw.de massiv verwendet hat!

Was sind die Folgen?

Ganz sicher wird BMW morgen deswegen nicht weniger Autos verkaufen und ganz sicher ist BMW in aller „Web-Munde“. Wir werden sehen, welche Auswirkungen das haben wird. Ein gewisser Image-Schaden ist allerdings nicht zu vermeiden.

Es ist allerdings interessant festzustellen: An sich braucht BMW nicht über die Seite bmw.de zu verkaufen, ich denke, das leuchtet ein, aber warum unternimmt dann das Unternehmen eine solche vergebliche Anstrengung um zu guten Listungen bei den Suchmaschinen zu kommen? Zumindest ist es wohl den verantwortlichen „Machern“ wichtig.

In der Ökonomie der Aufmerksamkeit bekommt so ein Rauswurf aus der führenden Suchseite Bedeutung. Lapidarium

Fazit

  • Google lässt sich von „Großen“ kaum beeindrucken
  • Google ist konsequent
  • Der schnelle Weg nach oben, geht oft schief
  • Es ist zu erwarten, dass die Benutzung von Google in Zukunft wieder bessere Ergebnisse produziert.

Zu Zeiten viralen Marketings könnte es natürlich auch ein genialer Schachzug sein. Der richtige BMW-Mensch ruft den richtigen Google-Menschen an und nach einer Zeit … wer weiß?

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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06.02.2006 - Artikel, Marketing - Kommentare per Feed RSS 2.0 - Kommentar schreiben -

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Ein Kommentar zu “Marketing, wie man es nicht machen sollte! Der Fall: BMW”
  1. Existenzgründer Blog schreibt

    Wie die Geschichte aber wieder mal zeigte, scherrt sich Google doch um die Grossen. Knapp eine Woche nach dem Kick war BMW wieder im Index zu finden.
    Klar die angekreideten Seiten raus genommen, aber trotzdem …

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