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Deutscher Auto – Handel – 25 Prozent weniger Händler in 10 Jahren

Über 25 Prozent aller selbstständigen Autohändler werden in den kommenden zehn Jahren aus dem Markt ausscheiden. Viele von ihnen werden voraussichtlich von größeren Autohaus-Gruppen übernommen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie von KPMG und der Fachhochschule Gelsenkirchen. Dazu wurden rund 110 Inhaber und Geschäftsführer von größeren Autohandelsunternehmen in Deutschland und der Schweiz befragt.

Ziel

Ziel der Studie: die Folgen der zum 1. Oktober in Kraft tretenden Niederlassungs- Freiheit für Autohändler abzuschätzen. Künftig ist es möglich, ohne Herstellergenehmigung innerhalb der EU neue Vertriebspunkte zu eröffnen oder andere Händler zu übernehmen. Erwartet wird, dass sich ausländische Autohaus-Gruppen in Deutschland stark ausbreiten.

Konzentrations-Prozeß

Der in den letzten fünf Jahren begonnene Konzentrationsprozess im deutschen Automobilhandel wird durch die neue Niederlassungs-Freiheit mit Sicherheit beschleunigt. Damit wächst der Druck auf die kleinen Autohäuser, insbesondere in den städtischen Vertriebsgebieten. Der Drang deutscher Autohaus-Gruppen ins europäische Ausland ist dagegen nicht so deutlich ausgeprägt: 60 Prozent der befragten Geschäftsführer rechnen damit, dass die neue Niederlassungsfreiheit die Auslandsexpansion deutscher Händler nur „weniger stark“ fördert.

Markt-Analyse

Da der deutsche Automobil-Markt hat ein Marktvolumen von ca. 3,3 bis 3,5 Millionen Neuwagen. Das wird sich auch langfristig nicht ändern. Problematisch ist die chronische Überbesetzung mit Händlern, wie ein Vergleich mit den USA zeigt. Während pro Autohandelsbetrieb in den USA durchschnittlich 727 Neuwagen im Jahr verkauft werden, sind es in Deutschland lediglich 181. Die stärkeren Schutzgesetze durch die frühere Gruppenfreistellungsverordnung haben in der Vergangenheit den Anpassungsprozess eingeschränkt. Umso komplexer werden sich folglich die notwendigen Anpassungen darstellen, denen Unternehmer im Automobilhandel künftig ausgesetzt sein werden.

Auswirkungen für den Kunden

Der ADAC geht davon aus, dass durch die neuen Möglichkeiten der Druck auf die Hersteller wachsen werde, ihre Preise EU-weit stärker als bisher anzugleichen. Eine sehr schnelle Preisangleichung solle man jedoch nicht erwarten, betonte der Verband. Grund seien die Kosten für den Betrieb einer Niederlassung und den Transport der Fahrzeuge.

Fazit

Das Marketing der einzelnen Autohändler ist gleich null! Alles wird bisher von den Unternehmen gesteuert. Es sind also weder Erfahrungen im Bereich der Marketing-Strategie noch in den verschiedenen Bereichen der Werbung vorhanden, geschweige, dass es so etwas wie eine Marketing-Abeilung gibt. Dieser Verdrängungs- und Aufkauf-Wettbewerb wird für die deutschen Automobil-Händler eine wirkliche Herausforderung.

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Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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2 Kommentare zu “Deutscher Auto – Handel – 25 Prozent weniger Händler in 10 Jahren”
  1. Sven Lehmann schreibt

    VW geht neue Online – Marketing – Wege

    VW geht in den USA neue Online-Marketing-Wege

  2. Sven Lehmann schreibt

    Auto – Mobil – Industrie auf Schleich – Fahrt

    Das Handelsblatt geht ausführlich auf die Probleme von General Motors (GM) ein. Ein weiteres Mosaik-Steinchen der globalen Probleme einer wichtigen Branche der Welt-Wirtschaft.

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