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Keine Gründungsthemen vorhanden? Von wegen!

Die Themen für mögliche Existenzgründungen liegen auf der Straße. Na ja, vielleicht nicht ganz, aber man braucht sich nur umzuschauen! Wie anderes kann es sein, dass eine aktuelle Untersuchung zu dem Schluss kommt, dass nur jede dritte Verpackung eines Produktes leicht zu öffnen ist? Hier steckt ein hohes ungenutztes Potenzial in der Produktgestaltung! Oder kennen Sie das nicht, dass man manchmal wie ein „Schluck Wasser“ an einem Gurkenglas hängt oder z. B. mache Bücher so fest eingeschweißt sind, dass man diese nur mit scharfem Gerät aus der Verpackung befreiten kann?

Es scheint so zu sein, dass Bedürfnisse und deren Erfüllung wohl immer im menschlichen Alltag zu finden sein werden. Gründer sollten lernen einen Blick dafür zu entwickeln. Gestandene Unternehmer haben meistens eine gute Intuition für solche Unternehmenschancen entwickelt.

Doch hier zu den Einzelheiten der Chemnitzer Untersuchung. Die Verpackung von Produkten ist oft so gestaltet, dass sie vom Konsument kaum geöffnet werden kann. Das bestätigen nun Arbeitswissenschaftler um Frank Dittrich von der TU Chemnitz, die eine ganze Reihe von Verpackungen hinsichtlich ihrer Handhabung überprüften.

Für immer eingeschweißt

Die Forscher kauften 35 Artikel aus verschiedensten Produktgruppen ein und baten Probanden im Alter von 57 bis 77 Jahren, diese zu öffnen. Nur jede dritte Verpackung konnte von allen geöffnet werden. Sieben Verpackungen wurden für ein Drittel der Personen zum unlösbaren Problem, allen voran ein eingeschweißtes Hefepäckchen, das bei 78 Prozent verschlossen blieb. Durchschnittlich waren die Probanden über 30 Sekunden mit dem Auspacken beschäftigt, bei einigen Produkten sogar 90 Sekunden. Bei manchen Getränkepackungen wurde das Ausgießen für 60 Prozent der Probanden zum Problem.

Schwächste berücksichtigen nützt allen

Unterstrichen wurde diese wirtschaftliche Bedeutung in einer parallel durchgeführten Befragung. Für 40 Prozent entscheidet eine gebrauchstaugliche Verpackung den Kauf mit, so das Ergebnis. Dabei geht es einerseits um das Öffnen und Wiederverschließen, um den Produktschutz – Öl wird etwa eher in braunen Flaschen gekauft, die es besser vor dem Ranzigwerden schützen – sowie auch um den Schutz des Kunden. Letzterer ist nicht gegeben, wenn sich etwa Mehl nach dem Öffnen in der gesamten Küche verteilt oder wenn man Instrumente braucht, mit denen man sich leicht verletzen kann.

Da sich Kunden bei Problemen mit Verpackungen in der Regel nicht an Hersteller oder Verkaufspersonal wenden, ist es laut Ansicht der Forscher ein teils nicht genutzter Wettbewerbsvorteil der Produzenten, wenn sie in Sachen Gebrauchstauglichkeit agieren statt nur reagieren.

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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27.05.2010 - Artikel, Existenzgründer - Kommentare per Feed RSS 2.0 - Kommentar schreiben -

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