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Web 2.0 – viele Unternehmen holen den Kunden nicht ab!

Web 2.0 – viele Unternehmen holen den Kunden nicht ab! Wenn es eine Regel von gelungener Kommunikation oder Kooperation gibt, dann ist es der weithin bekannte „Spruch“: Hole deinen gegenüber dort ab, wo er gerade steht oder sich mental befindet. Das gilt natürlich auch online! Leider beherzigen viele Unternehmen, diese wichtige und richtige Grundlage im Netz nicht. Sie lassen ihre Kunden einfach nur kaufen.

Fast jedes zweite deutschsprachige Unternehmen, das Waren auch über das Internet ertreibt, beschränkt sich auf die Präsentation und lässt Web-2.0-Features außer Acht. Wie eine Branchenerhebung des Softwarehauses novomind ergeben hat, bietet nur rund jedes dritte E-Commerce-Unternehmen Kunden Raum für Hinweise, Verbesserungsvorschläge oder Produktbewertungen. Die Unternehmen, die nicht mit den Kundenbedürfnissen gehen, riskieren jedoch einen hohen Preis zu zahlen.

Kunden mit Web-2.0-Applikationen zu Fans und damit zu Botschaftern einer Marke zu machen, ist wichtig. Dies kann über verschiedenste Wege wie beispielsweise Blogs geschehen. Im Zentrum sollten gerade für große Unternehmen zuallererst aber Qualitätskriterien stehen. André Morys

Laut dem Web-Insider sind Blogs jedoch nicht generell für jede Firma in gleicher Weise geeignet, sondern hochgradig branchen- und in letzter Konsequenz auch unternehmensabhängig. Aus meiner Sicht gibt es auch noch ein wesentliches Kriterium, ob ein Unternehmen „bloggen“ soll oder nicht: Ein Mindestmaß an journalistischer Kompetenz. Mindestens aber müssen Recherche- und Schreibfähigkeiten im Unternehmen vorhanden sein.

Technische Möglichkeiten nicht ausgenutzt

Die Befragung von 200 E-Commerce-Entscheidern kommt zu dem Ergebnis, dass fast jeder zweite Anbieter trotz des Web-2.0-Booms die technischen Möglichkeiten nicht ausnutzt. Das verwundert, denn Interneteinkäufer wollen sich immer öfter im virtuellen Geschäftslokal mit anderen Usern über die gebotenen Services und nicht zuletzt die Produkte selbst austauschen. Fachleute verweisen darauf, dass ein Angebot differenzierter Suchmöglichkeiten, eine große Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten oder Empfehlungen anderer Kunden ein Muss sind.

Wer diese Vielfalt an Möglichkeiten nicht bietet, überlässt das Feld kampflos den Mitbewerbern und verprellt darüber hinaus selbst internetaffine Kunden. Außerdem ist vielen Unternehmen nicht bewusst, dass sie über Web-2.0-Angebote mehr Informationen über das Kaufverhalten im Web sowie damit verbundene Verbesserungswünsche oder Kritik ihrer Kunden lernen können. Obwohl sich ein Großteil der E-Commerce-Betreiber bereits mit einem Update ihrer Shop-IT für das Web-2.0-Zeitalter fit gemacht hat, bleibt Nachholbedarf.

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Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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09.02.2010 - Artikel, Kommunikation - Kommentare per Feed RSS 2.0 - Kommentar schreiben -

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