streuverluste.de - SL | Marketing & Management

Arbeitszeugnisse im Recruiting

Arbeitszeugnisse - Schlüssel zum Erfolg

In einer Zeit, in der Digitalisierung massiv auch im Bereich der Personalsuche und -auswahl gewohnte Lösungsansätze in den Schatten stellt; welche Bedeutung wird da Arbeitszeugnissen im Recruiting noch zuteil? Rekrutieren Unternehmen neue Mitarbeiter, werfen die Recruiter einen genauen Blick auf die Bewerbungsunterlagen. Arbeitszeugnisse erfüllen dabei heute also noch eine wichtige Rolle. Doch welche Gewichtung kommt diesem Dokument im Bewerbungsprozess genau zu? Arbeitszeugnisse im Recruiting zwischen Über- und Unterbewertung eines Klassikers im HR.

Bewerbungen enthalten ganz klassisch ein Anschreiben sowie den tabellarischen Lebenslauf und die Anlagen. Letztere bilden beispielsweise:

  • eine beglaubigte Zeugniskopie
  • Ausbildungszeugnisse
  • Praktikumsnachweise
  • beglaubigte Übersetzungen
  • Empfehlungsschreiben
  • Nachweise über Fortbildungen
  • Arbeitszeugnisse

Das Arbeitszeugnis stellt der Arbeitgeber als schriftliche Urkunde aus. Ihm wird im Bewerbungsprozess eine besondere Bedeutung zuteil. Es informiert über das Arbeitsverhältnis und die Dauer der Tätigkeit und ermöglicht zukünftigen Arbeitgebern eine erste Einschätzung der Person. Neben dem einfachen Arbeitszeugnis existiert auch das qualifizierte Zeugnis, welches Auskunft über die Leistung und das Verhalten des Arbeitnehmers gibt.

Welche Faktoren spielen beim Bewerbungsprozess eine Rolle?

Neben den Zeugnissen, einem professionellen Auftreten im Bewerbungsgespräch sowie guten Kenntnissen über das Unternehmen sind es die Arbeitszeugnisse, die den Erfolg einer Bewerbung erheblich beeinflussen. Jedem Arbeitnehmer steht das Zeugnis aus rechtlicher Sicht zu. Die schriftlichen Unterlagen informieren über die bisherige Arbeit des Bewerbers, erfüllen jedoch nicht die Funktion eines Empfehlungsschreibens.

Anhand des Arbeitszeugnisses erkennt der zukünftige Arbeitgeber, wie lang sich der Bewerber in vorherigen Berufen betätigte. Zusätzlich steht in dem Dokument eine Beurteilung des früheren Arbeitgebers. Diesem obliegt es, die Leistung des Mitarbeiters als „gut“ oder „befriedigend“ zu bewerten. Letzteres geht mit der Beweispflicht des Arbeitgebers einher: Kann er nicht begründen, was einer guten Bewertung entgegensteht, bekommt bei einem Rechtsstreit der Arbeitnehmer den Zuspruch.

Arbeitszeugnisse erstellen – schwierig und zeitaufwendig

Wünschen Mitarbeiter ein Arbeitszeugnis, kommt der Arbeitgeber dem Anliegen nach. Bei einem Personal- oder Stellenwechsel besteht die Möglichkeit, ein Zwischenzeugnis zu verlangen. Das einfache oder qualifizierte Arbeitszeugnis steht neben regulären Arbeitnehmern folgenden Personen zu: Teilzeitmitarbeitern, Aushilfen, Praktikanten, freien Kräften sowie Auszubildenden.

Arbeitszeugnisse weisen zwingend eine festgeschriebene Form vor. Um bei der Erstellung auf der sicheren Seite zu sein, können Vorgesetzte auf technische Hilfsmittel wie etwa die „Haufe Zeugnis Manager Premium“-Software zurückgreifen. Derartige Programme garantieren eine große Zeitersparnis sowie ein professionelles und rechtssicheres Arbeitszeugnis als Ergebnis.

Beim einfachen Arbeitszeugnis ist lediglich die Angabe der Stammdaten sowie einer Tätigkeitsbeschreibung und die Dauer des Arbeitsverhältnisses erforderlich. Um ein qualifiziertes Zeugnis zu erstellen, bedarf es detaillierter Angaben über die Stelle, die Arbeitsleistung, absolvierte Fort- und Weiterbildungen und das Verhalten des Arbeitnehmers am Arbeitsplatz.

Welche Schwierigkeiten treten bei einem Arbeitszeugnis auf?

Ein verklausuliertes, zweideutiges oder rechtswidriges Arbeitszeugnis hindert den Bewerteten unter Umständen an einem beruflichen Fortkommen. Damit das nicht geschieht, existiert eine Regelung über das Aussehen von Arbeitszeugnissen. Diese vergibt der Arbeitgeber niemals in elektronischer Form. Stattdessen druckt er das Dokument auf das reguläre Firmenpapier und setzt handschriftlich seine Unterschrift darunter.

Fazit

Bei einem Arbeitszeugnis kommt es auf wohlwollende und dennoch ehrliche Beurteilungen an. Die klare Formulierung verhindert Missverständnisse bei einer zukünftigen Bewerbung.
Nicht zwingend müssen Arbeitszeugnisse mit einer Schlussfloskel abgeschlossen werden, in vielen Unternehmen gehört sie aber zum Standard.

Erfahren Sie mehr zum Thema Recruiting:

Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
Start DialogTelefonXINGTwitter

nach oben
Einen Kommentar schreiben

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert. *

*

nach oben

©2005-2018 streuverluste.de – SL | Marketing & Management - Unternehmen und Menschen entwickeln - Kontakt - Impressum - Datenschutzerklärung