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Wichtigkeit-Motivations-Prinzip (WM-Prinzip)

Wichtigkeit-Motivations-Prinzip – Was wären wir ohne Prinzipien? Nun, die einen sagen nicht mehr auf diesem Planeten, die anderen sagen: Nicht mehr auf diesem Planeten! Wie auch immer der richtige Gebrauch von Prinzipien der Menschheit oder der Welt nützlich ist, vielerorts werden uns diese um die Ohren geschlagen. Dabei ist ein interessanter Effekt zu beobachten: Einfache und eingängige grundlegende Prinzipien werden so populär, dass diese praktisch nicht mehr hinterfragt werden. Das ist zum Beispiel bei einem so überaus weit verbreiteten Organisationsprinzip, welches aus dem letzten Jahrhundert, stammt der Fall. Höchste Zeit, den Blick darauf ein wenig zu schärfen und den Prinzipien-Hort zu erweitern.

Aufschieberitis und Spitzenleistung liegen näher beieinander, als man glauben würde. Das Wichtigkeit-Motivations-Prinzip oder kurz WM-Prinzip stellt eine grundlegende Ergänzung bei der Festlegung der Priorität von Aufgaben dar. Es hilft damit, die Abarbeitungsreihenfolge im Tagesverlauf festzulegen.

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Das bisherige, so genannte, Zeitmanagement hat zwei grundsätzliche Fehler:

  1. es ignoriert allein schon im Namen die Unmöglichkeit für uns, Zeit zu managen und
  2. es fehlt ein grundsätzlicher Faktor der Organisation: die Motivation.

Woher kommt denn die Unlust bestimmter Aufgaben, die ich als wichtig einschätze, zu erledigen. Würden wir nur Dinge oder Aufgaben erledigen, die uns motivieren, gäbe es Aufschieberitis nicht! Ein einfaches Gedankenspiel soll als Beispiel dafür dienen. Die Frage:

Müssen Sie sich für ein Hobby, was Sie gern tun, motivieren? Nein???

Drei wichtige Momente der Motivation:

  • eine Aufgabenerledigung motiviert mich
  • eine Aufgabenerledigung motiviert mich nicht
  • eine Aufgabenerledigung demotiviert mich.

Was passiert, wenn ich diese Momente in Kombination mit der Wichtigkeit einer Aufgabe bringe?

  1. Eine Aufgabe, die wichtig ist und mich motiviert, ist meist schnell erledigt und wird oft den anderen Aufgaben, die auch wichtig sind, vorgezogen – ein fataler Schachzug des Selbstausmanövrierens und ein sattes Eigentor!
  2. Eine Aufgabe, die ich als wichtig erachte, mich aber nicht motiviert (das ist nicht das selbe, wie eine Aufgabe, die mir egal ist!), läuft Gefahr der Aufschieberitis zum Opfer zu fallen.
  3. Eine Aufgabe die wichtig ist und mich demotiviert, wird sehr schwierig für mich zu erledigen sein, vom Qualitätsanspruch einmal ganz abgesehen.

Organisationsgrundsatz und damit Fazit

Es wird Zeit, einen neuen Organisationsgrundsatz zu definieren, der für nicht kritische Lebens- und Unternehmenssituationen gilt:

Außerhalb von Krisen gilt bei der Aufgabenerledigung: Wichtigkeit vor Motivation vor Dringlichkeit.

Das permanente synonyme Verwenden von Wichtigkeit und Dringlichkeit ist ein tägliches Missverständnis, das zudem durch den Gebrauch von Planungssoftware, die das nicht differenziert, regelmäßig verstärkt wird.

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Hier schreibt der Unternehmensberater, Coach und Organisationsentwickler, mit viel Lust auf Marketing und Vertrieb. Ich bin auch Vortragsredner, Workshopleiter, Supervisor, Unternehmer seit 1991, Leipzig-, Eilenburg- und Berlin-Versteher sowie deutschsprachig weit unterwegs, von Herzen Nordsachse, Optimist in den meisten Fällen, Blogger, Fotograf, Trainer, auch Ausbilder für Autogenes Training – kurz: vielleicht auch dein Entwicklungsspezialist?
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