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Lernen sich zu orientieren, führe dich selbst, sonst tun es andere

Starre Hierarchien verhindern oft notwendige Entwicklungen. Menschen wollen und müssen sich orientieren, lernen aber nirgends, sich auch an ihrem inneren Erleben zu orientieren. Schlimmer noch, in den höheren Bildungsklassen wird die Orientierung am inneren Leben abtrainiert, äußere Normerfüllung wird "getrichtert". Im Arbeitsleben trifft diese Lust an der Vorgabe nicht nur heute auf eine unsichere Welt. Woran also orientieren? Lernen sich zu orientieren, führe dich selbst, sonst tun es andere oder wie die Hierarchie noch zu retten ist.

Ein gewisses Maß an Unordnung nennen wir auch kreativen Freiraum. Diesen braucht es, um Neues entstehen zu lassen. Es ist ein weit verbreiteter Trugschluss, dass für etwas Neues altes Vergleichbares immer zerstört werden muss. Wandlung hingegen ist zwingend notwendig. Will ich Bild malen, wandle (zerstöre?) ich ein eine weiße Leinwand oder ein Blatt Papier, ich zerstöre aber nicht zwangsläufig ein von mir vorher gemaltes Bild geschweige einen Rembrandt oder Van Gogh.

In diesem Sinne erstickt Stahlbeton-Hierarchie Wandlung im Unternehmen, insbesondere auch bei KMU. Warum ist die Erneuerung in der Organisation und beim Mitarbeiter überhaupt notwendig? Auf der einen Seite weil unser Wirtschaftssystem immer noch dem unbedingten Wachstum verhaftet ist, auf der anderen Seite weil der Mensch selbst auf Veränderung aus ist. In diesem Spannungsfeld täglich das zu verrichten, was per Order von Oben als richtig deklariert wird, ist nicht nur einfach, es ist unserem Effizienzwahn mehr als gerecht.

Wenn Hierarchie ein Verfallsdatum hätte ...

Auf Menschen werden Eigenschaften projiziert, die nicht selten als Ursache für Erfolge oder Misserfolge herhalten müssen (Attributionsprozesse). Man erkennt das dann an solchen Aussagen wie:

  • "Der Chef ist durchsetzungsfähig." oder
  • "Der Unternehmer muss entscheidungsfreudig sein." oder
  • "Das Produkt wurde vom Vertriebsleiter nicht gut am Markt platziert.".

Diese Betrachtung ist immer nur rückwärtig möglich, mit zunehmender Erfahrung im System wagen wir dann die Prognose, dass es einfach so weiter geht. Konsequent müsste man sagen:

Wir wissen, dass unsere bisherige Aufbau- und Ablauforganisation (Hierarchie, Struktur, etc.) uns bis heute ganz erfolgreich gemacht hat. Ob sie das morgen auch noch leistet, das wissen wir nicht.

Ob es in Unternehmen praktikabel ist, Hierarchien mit Verfallsdatum zu versehen, wage ich zu bezweifeln, gerade in KUM scheint das ein recht problematischer Ansatz. Was aber auf jeden Fall ein Mindesthaltbarkeitsdatum bekommen sollte, sind die Werte, Grundlagen und Überzeugungen, an denen sich letztlich alle im System Unternehmen oder Organisation orientieren. Diese MÜSSEN regelmäßig überprüft werden!

Erfahren Sie mehr zur inneren Orientierung:

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