Wie man Kunden sicher vertreibt!

Also das muß man gelesen haben. Auf den ersten Blick fragt man sich: Ist das alles echt? Beim zweiten Hinschauen könnte man meinen, es sei eine Marketing-Kampagne. Frag sich nur für wen? Wenn es echt ist, vertreibt man so ganz sicher seine Kunden.
Es gibt einen Berater, der bei einem Kunden mit seiner Blogidee nicht ankam und das auch noch veröffentlicht hat. Konkret geht es angeblich um ein Blog für die Breisgaumilch GmbH in Freiburg. Die Verantwortlichen waren wohl nicht so begeistert von der Idee des Beraters ein Milchblog in Auftrag zu geben.
Unglaublich
Unglaublich hingegen list sich der Artikel des Beraters und seine Aktionen auf die kritischen Kommentare. Aus zweierlei Sicht ist diese Sache recht merkwürdig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein versierter Berater (es sind Referenzen von Apple Computer, Bayer AG oder Bundespräsidialamt angegeben) tatsächlich so wenig Ehrgefühl hat, seinen vermeintlichen Mißerfolg nun auch noch in der Öffentlichkeit breit zu treten, es sei denn, sein Name oder der Name des Unternehmens soll massiv durchs Internet geistern.
Fazit
Wie auch immer es nun ist, finde ich die Art und Weise auf ganzer Linie unprofessionell. Es ist wieder mal erstaunlich, wie andere Leute Aufträge bekommen oder sie eben nicht bekommen!
Lesen Sie weiter dazu:
- Kunden gewinnen in der Praxis
- Kunden anpissen, Lektion 1
- Die Geschichte vom Berater, der es besser wußte, ...
- Disqualifiziert
- Berater
War der Artikel für Sie wertvoll?
Dann vergeben Sie ein Lesezeichen und teilen es mit anderen Menschen.
- RSS-Feed abonnieren
- Bookmark bei


12.09.06, Artikel, Beratung
6 Kommentare, TrackBack-URL
6 Kommentare bisher
Das mit der Marketing-Kampagne klappt ja prima - kaum Streuverluste und das Verfolgen der Verlinkung ist interessant. Das Google Ranking wird auch immer spannender - jetzt sind wir schon auf Seite 1. Weiter so! Endlich kommt Breisgaumilch mal ins Evoked Set!
Die Aufmerksamkeitsökonomie führt zu merkwürdigen Verhaltensweisen. Es gibt mittlerweile auch eine Reihe von Beispielen für auch letztlich ökonomisch erfolgreichen Nonsens. Erst im Rückblick ist dann leicht zu erkennen wer Eulenspiegel und wer Schildbürger ist.
Hallo Herr Huber!
Nun, wenn das Ihre Absicht war - Herzlichen Glückwunsch! Nur wäre mir der Preis zu hoch.
Hallo Rolf!
Ich denke die Kompetenz Nonsens von echten Nachrichten zu unterschieden wird in Zukunft (und heute) immer wichtiger. Mich wundert z. B. in der Diskussion auf besagter Seite die Frage: "Ob es denn die Breisgau-Milch-Firma wirklich gibt?" - sind Google oder von mir aus andere Suchmaschinen so wenig bekannt? Ich mache eine Recherche und stelle fest, dass es dieser Firma nach deren öffentlichen Jahresbericht 2005 tatsächlich nicht ganz so gut geht ... passt alles nicht zusammen!
Hallo Sven,
und die Firma, speziell der erwähnte Marketingleiter, steht jetzt vor der Frage ob und wie man auf die Blogger-Aufmerksamkeit und den freundlichen Berater reagieren soll.
Also ich vermag nicht einzuschätzen ob da jemand bewußt auch das Risiko einer Blamage eingegangen ist oder nur Opfer der eigenen Schreibwut wurde.
Dass beide Versionen in dieser irren Zeit als wahrscheinlich angenommen werden können finde ich so verblüffend.
Wenn es eine gesteuerte Aktion war, dann wird der Marketing-Verantwortliche im Moment sicher recht wenig tun, sondern erst mal schauen was noch alles so passiert. Wenn es eine Schreib-Wut-Aktion des Berater war, dann wird es interessant, was er macht. Wenn er ein Blog hätte, könnte er ja auf die Aktion des Beraters eingehen oder er schreibt die Aktion in den Presse-Spiegel und dementiert deutlich eine gewollte Aktion.
Wir freuen uns über Ihre Notizen & Kommentare